3.000 Berliner mit 30.000 Einwegtüten setzen Zeichen gegen Plastiktüten

Veröffentlicht am 21. Sep 2014 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 1.622

Am Samstag, den 20. September 2014, setzten beim Umweltfest der Stiftung Naturschutz Berlin in der Hauptstadt 3.000 Besucher mit einer Kette aus 30.000 Einwegtüten das weltweit größte Zeichen gegen Plastiktüten. Alleine in Deutschland werden täglich Millionen Plastiktüten ausgegeben und viele davon landen bereits nach dem einmaligen Gebrauch im Müll – ganz besonders bei den kostenlosen Tüten. Alleine in Berlin gehen pro Stunde geschätzte 30.000 Plastiktüten über die Ladentheke, wogegen die Menschen sich mit ihrem kreativen Protest ausprachen.

Tuetwas-Aktion gegen Plastiktüten
Foto: Sophie Bengelsdorf / DUH

Ausgedrückt wurde dieser mit einem neun Kilometer langen Band aus 30.000 Einwegtüten – die wie erwähnt in gerade einmal einer Stunde in Berlin ausgegeben werden. Damit wurde der von GUINNESS WORLD RECORDS anerkannte Weltrekord der längsten Plastiktütenkette locker übertrumpft. Dieser wurde am 17.Juli 2013 von SEA LIFE mit 10.615 Plastiktüten und einer 4,2 Kilometer langen Kette am Timmendorfer Strand aufgestellt. Unter dem Slogan „Berlin tüt was!“ hatten die SNB, die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) und die Berliner Stadtreinigung (BSR) zu der heutigen Aktion aufgerufen.

„Nach monatelanger Vorbereitung ist der Weltrekord ein wunderbarer Erfolg, mit dem die Berlinerinnen und Berliner ein wichtiges Signal an die Politik und den Handel senden: Plastiktüten sind ein gewaltiges Problem und vollkommen überflüssig. Es gibt zahlreiche umweltfreundliche Mehrwegalternativen, um die eigenen Einkäufe nach Hause zu bringen“, erklärte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Stiftung Naturschutz Berlin, Sylke Freudenthal.

„Plastiktüten sind ein Wegwerfprodukt, das wir uns aufgrund immer knapper werdender Ressourcen weder leisten können, noch leisten sollten. Sie vermüllen Parks und Gewässer und sind für den Tod abertausender Tiere verantwortlich, die die Plastikreste für Nahrung halten und daran ersticken“, führte Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft bei der DUH, weiter aus. Die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation setzt sich seit zwei Jahren für eine Umweltabgabe auf Plastiktüten ein.

Eine Online-Petition zur Umweltabgabe auf Plastiktüten läuft übrigens derzeit auf Change.org. Mehr als 100.000 Unterstützer haben sie bisher unterzeichnet. Angepeilt sind 150.000 Unterschriften – Ihre Stimme zählt also!

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