Erste Honda Produktionsstätte mit eigener Windkraftanlage

Veröffentlicht am 21. Jan 2014 | Kategorie: Windkraft | Ansichten: 1.348

Autofabriken sind groß, stehen meist auf riesigen Gewerbeflächen und verbrauchen bei der Herstellung der Fahrzeuge natürlich eine Menge Energie. Warum also nicht einen Teil vor Ort selbst erzeugen, so wie Honda nun am Standort der Produktionsstätte Russell’s Point in Ohio. Wie Honda Manufacturing of America Inc. bekannt gab, wurde dort jüngst zwei eigene Windkraftanlagen in Betrieb genommen, die jährlich rund 10.000 Megawattstunden (MWh) sauberen Strom erzeugen sollen und damit rund zehn Prozent des Energiebedarfs der Fabrik decken.

Honda Werk in den USA mit 2 Windkraftanlagen
Foto: Honda

Die Windkraftanlagen auf dem Gelände einer Automobilfabrik sind eine Premiere in den USA und eine von zahlreichen Maßnahmen, mit denen Honda sein freiwillig gesetztes Ziel verfolgt, die durch seine Produktionsstätten und Produkte entstehenden negativen Umwelteinflüsse bis zum Jahr 2020 signifikant zu senken und die CO2-Emissionen gegenüber dem Jahr 2000 um 30 Prozent zu reduzieren.

In Brasilien etwa geht der japanische Autohersteller mit der Nutzung von Windkraft noch deutlich weiter: Zum neuen Automobilwerk, das 2014 in Betrieb geht gehört gleich ein ganzer Windpark, der so viel Strom erzeugen soll, wie Honda aktuell zur Automobilproduktion in ganz Brasilien benötigt – etwa 95.000 MWh.

Neben Wind wird vor allem auch auf Sonnenenergie gesetzt

Langfristig ist geplant, dass durch die Produktion der Autos immer weniger Energie verbraucht und CO2-Augestoßen werden soll. Je nach Standort sollen dafür unterschiedliche Technologien und Energieeffizienzmaßnahmen genutzt werden. Das 2013 in Japan eröffnete Werk Yorii verfügt bspw. über die größte Solaranlage aller japanischen Automobilwerke, die etwa 2,6 Megawatt produziert und damit die CO2-Emissionen um etwa 1.200 Tonnen senkt.

Ebenfalls große Photovoltaikanlagen produzieren im englischen Werk Swindon sowie im türkischen Werk sauberen Solarstrom. Die Anlage in Swindon leistet bis zu 5 Megawatt (MWp) und ihre 21.000 Solarzellen bedecken eine Fläche von rund 13 Hektar. Sie liefert rund 4,5 Gigawattstunden (GWh) erneuerbaren Strom im Jahr, was in etwa 4,4 Prozent des jährlichen Energiebedarfs der Fabrik entspricht. Neben deutlich gesunkenen Stromkosten freut sich Honda auch über eine Senkung der Emissionen um rund 2.000 Tonnen gesenkt. Ähnliches gilt für das türkische Werk, in dem erst kürzlich eine PV-Anlage in Betrieb genommenen wurde, die pro Jahr etwa 124.000 Kilowattstunden (KWh) Strom erzeugt.

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