World Energy Outlook: IEA berücksichtigt erneuerbare Energien immer mehr

Veröffentlicht am 01. Dez 2013 | Kategorie: Allgemein | Ansichten: 1.408

Im aktuellen World Energy Outlook der IEA (Internationale Energie Agentur) geht es nicht nur um die allgemeinen Prognosen der zukünftigen Energieversorgung, sondern auch speziell um die Entwicklung der erneuerbaren Energien. Diese sollen bis 2035 eine wichtige Rolle einnehmen, dennoch sieht die Agentur die Klimaschutzziele als gefährdet. Der Umstieg scheint zu langsam fortzuschreiten.

Bei der Entwicklung der weltweiten Energieversorgung stellt die IEA diverse Szenarien für die Zukunft auf. Als realistisch in Bezug auf erneuerbare Energie sieht sie das New Policies Scenario. Hierbei würde der erneuerbare Anteil für Strom, Wärme und Transport am Gesamtbedarf von 13 auf 18 Prozent steigen. Dies wäre möglich, wenn die bis 2013 entschiedenen Maßnahmen zum Energieausbau auch tatsächlich umgesetzt werden. Bei weiteren Maßnahmen in diesem Tempo würde die globale Temperatur nach 2035 dennoch zu stark steigen.

Deutlich positiver fällt das 450-Scenario aus, welches den Anteil der Erneuerbaren auf 26 Prozent steigen lässt. Dies könnte möglich werden, wenn die Ziele zur Reduzierung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre erfüllt würden. Dies bedeutet, dass höchstens 450 CO2-Moleküle in 1 Million Teilchen vorhanden sind. Bei diesem Szenario würden vor allem Windkraft und Photovoltaik stark zunehmen. Die Politik müsste jedoch Anreize zur Umsetzung schaffen. Die Berücksichtigung der IEA von diesen Themen und der stärkeren Beachten der Energieeffizienz für die Zukunft werden dabei von vielen Seiten begrüßt.

IEA passt Einschätzungen an

Die Internationale Energie Agentur wurde in der Vergangenheit kritisiert, da sie sinkende Erdölpreise prognostizierte, welche sich nicht erfüllt haben. Nun rückt sie die Energieffizienz in den Mittelpunkt und beachtet die erneuerbaren Energien verstärkt. Kritik gibt es dennoch am letzten World Energy Outlook. Arnulf Jäger-Waldau der Energy Watch Group bemängelt etwa die Meinungswiedergabe der Energiegroßkonzerne im Outlook, sowie die fehlenden Faktoren von dezentraler Energieversorgung und dem bewussten und angepassten Umgang mit Strom der Kunden und Unternehmen.

Die Aussagen und Einschätzungen der IEA zur Energieversorgung und zum Klimaschutz haben weltweiten Einfluss. Die Berücksichtigung der erneuerbaren Energien ist demnach nicht nur wichtig, sondern auch zeitgemäß für ein verantwortungsbewusstes Handeln für die Zukunft.

News „IEA: Energieeffizienz, Wind und Solar wachsen, aber zu langsam“, 24.11.2013, Rat für Nachhaltige Entwicklung
Link: http://www.nachhaltigkeitsrat.de/index.php?id=8084

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