Für immer mehr Unternehmen wird die Natur zu einem wirtschaftlichen Faktor

Veröffentlicht am 19. Sep 2013 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 1.341

Was in der Überschrift auf den ersten Blick vielleicht negativ klingen mag, stellt allerdings einen positiven Wandel im Denken vieler Unternehmensleiter dar, denn bisher galten natürlich Ressourcen wie saubere Luft und Wasser oder die Verpestung der Luft mit Schadstoffen oft als völlig kostenfrei. Die durch die Verschmutzung von Flüssen oder Landschaften entstehenden Kosten wurden ebenso wie etwa häufiger auftretende Atemwegserkrankungen in Regionen mit viel Industrie einfach auf die Allgemeinheit abgewälzt. Mittlerweile erlangen wohl aber immer mehr Vorstände und Geschäftsführer die Erkenntnis, dass der Raubbau an der Erde und die Verschmutzung von Land, Luft und Wasser ebenfalls seinen Preis hat. Und dieser wird nun immer öfter in „Umweltkosten“ bzw. „Externalitäten“ beziffert.

Und wenn man die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Britischen Unternehmensberatung Trucost im Auftrag der TEEB for Business Coalition (The Economics of Ecosystems and Biodiversity) anschaut, dann wären nach Abzug der Kosten für die Top-100 Umwelteffekte kein einziger der 20 wichtigsten Wirtschafts-Sektoren profitabel. Schließlich würden sich die weltweiten Umweltkosten auf etwa 4.7 Billionen US-Dollar pro Jahr belaufen. Um die wertvollen Ressourcen für die Zukunft – auch die eigene geschäftliche – zu schützen, vergleichen daher immer mehr Firmen, was Schutzmaßnahmen im Vergleich zu einem Nicht-Handeln kosten. Also ist das Beziffern dieser Kosten zumindest ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Artikel „Wirtschaft: Immer mehr Unternehmen geben der Natur einen Preis“, Gastbeitrag von Anna Gauto, 19.09.2013, WiWo Green
Link: http://green.wiwo.de/wirtschaft-immer-mehr-unternehmen-geben-der-natur-einen-preis/

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