Energieberatung ENEO zur energetischen Gebäudesanierung bei der IBB gestartet

Veröffentlicht am 26. Sep 2013 | Kategorie: Wohnungen & Häuser | Ansichten: 1.152

Eines der größten Potentiale zur Senkung des Energieverbrauchs und damit der Emissionen bietet die energetischen Gebäudesanierung, doch für viele Hausbesitzer stellt die komplexe Kalkulation und Planung solcher Vorhaben noch immer eine große Herausforderung dar. Gemeinsam mit der Berliner Energieagentur hat die Investitionsbank Berlin (IBB) deshalb jetzt die Energieberatung ENEO gestartet. Im Rahmen des Projekts wird die Erstellung von Gutachten mit konkreten Modernisierungsempfehlungen zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden in Berlin durch hochqualifizierte externe Energieberater finanziell unterstützt.

„Als Förderbank des Landes sehen wir uns auch den Umwelt- und Lebensbedingungen in Berlin verpflichtet. Es ist uns ein großes Anliegen, zur Beschleunigung der energetischen Sanierung in Berlin beizutragen, indem wir Eigentümern von Wohngebäuden in Berlin exakt aufzeigen, was für ihr individuelles Objekt technisch notwendig ist, was es kostet und wie man es am besten finanziert“, erklärt in diesem Zusammenhang Ulrich Kissing, Vorstandsvorsitzender der IBB, das Engagement der IBB für die Energieberatung. „Für 2013 haben wir einen Etat von 200.000 Euro eingerichtet und gehen davon aus, damit bis zu 200 Gutachten finanzieren zu können. In den ersten Tagen sind sieben Anträge bei uns eingegangen von denen bereits vier bewilligt werden konnten“, führte Kissing weiter aus. Ebenso wie alle anderen Beratungs- und Coaching-Angebote der IBB wird auch die neue Maßnahme von der IBB Business Team GmbH gemanagt.

Zur Sicherung der Qualität der Gutachten werden von ENEO ausschließlich zertifizierte Energieeffizienz-Experten mit einer nachgewiesenen Praxisqualifikation vermittelt. Der Zuschuss, den Eigentümer je nach Größe des Gebäudeobjekts zu den Nettokosten für die Erstellung eines Gutachtens erhalten können, beträgt zwischen 500 und 2.000 Euro. Mit dieser Summe lassen sich in der Regel rund 50 Prozent der Kosten finanzieren. Den vollen Zuschuss erhält der Kunde allerdings nur, wenn er mindestens eine der empfohlenen Modernisierungsmaßnahmen auch umsetzt, sonst muss er sich mit der Hälfte begnügen.

Sonderaktion bis zum 31. Dezember 2013

Eine interessante Besonderheit gibt es zum ENEO-Start für schnell Entschlossene: Um die Attraktivität der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus zu steigern, bietet ENEO in einer bis zum 31. Dezember 2013 befristeten Sonderaktion eine Zuschusserhöhung von 50% für Gebäude bis 30 Wohneinheiten an. Zusätzlich werden die Eigentümer auch bei der Umsetzung der empfohlenen Modernisierungsmaßnahmen unterstützt, indem die Gutachten auf ihre Wirtschaftlichkeit untersucht werden. Informationen über mögliche Förder- und Finanzierungsszenarien und wie die Förderangebote in Anspruch genommen werden können, werden ebenfalls vermittelt.

Für den Berliner Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller, ist das Angebot der IBB ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaziele des Landes: „Der Gebäudesektor leistet einen entscheidenden Beitrag zu den CO2-Emissionen in der Stadt. Hier kann von einem enormen Potenzial für künftige Emissionsreduzierungen ausgegangen werden.“

Die Berliner Energieagentur GmbH (BEA) ist Kooperationspartner von ENEO. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung und ausgewiesenen Expertise unterstützt sie das Projekt bei der Qualitätssicherung des Beraterpools und der Modernisierungsgutachten. BEA-Geschäftsführer Michael Geißler: „Große Chancen für eine qualifizierte Potenzial- und Umsetzungsberatung sehen wir insbesondere im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser, bei Wohnungseigentümergemeinschaften und bei den typischen Berliner Mehrfamilienhäusern, die sich im privaten Streubesitz befinden. Es handelt sich dabei um schätzungsweise eine Million Wohnungen, die noch nicht energetisch modernisiert wurden.“

Weitere Informationen über ENEO und die Leistungen des Projekts sind auf der offiziellen Webseite www.eneo-berlin.de zu finden.

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