Bündnis Energieausweis fordert einen einheitlichen Bedarfsausweis für Immobilien

Veröffentlicht am 29. Aug 2013 | Kategorie: Wohnungen & Häuser | Ansichten: 1.087

Obwohl Häuser und Wohnungen das vielleicht größte Einsparpotential von Energie (speziell Heizenergie) bieten, gibt es bisher kein funktionierendes Instrument zur Steuerung des Marktes. Obwohl der Energieausweis natürlich existiert, ist er laut Aussage des neu gegründeten „Bündnis Energieausweis“ bisher deutlich hinter seinen Erwartungen zurück geblieben. Dies liege vor allem daran, dass aktuell gleich zwei parallele Ausweise zu Bedarf und Verbrauch existieren, zudem seien beim Bedarfsausweis verschiedene Berechnungsmethoden mit in keinster Weise vergleichbaren Ergebnissen möglich und auch die Verbraucherfreundlichkeit beim Design und die Aussagekraft lasse zu wünschen übrig.

Vorgeschlagener Energieausweis für Gebäude„Der Ausweis in der jetzigen Form bietet weder verlässliche Ergebnisse über das energetische Niveau des jeweiligen Gebäudes, noch ist er von den Verbrauchern als Instrument angenommen worden. Wer fragt bei Kauf oder Anmietung schließlich wirklich nach dem Energieausweis?“, erklärt der Sprecher des Bündnisses Energieausweis und Geschäftsführer des Branchenverbandes VdZ, Dr. Michael Herma. Michael Geißler, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V. (eaD), fügt hinzu: „Der neue Gebäudeenergieausweis soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass jede verschwendete Kilowattstunde Energie auch eine Verschwendung finanzieller Ressourcen ist. Nur wenn Eigentümer und Mieter über den energetischen Zustand ihres Hauses fachlich korrekt und zuverlässig informiert sind, kann es ein Umdenken hin zu mehr Wirtschaftlichkeit bei der Energiebereitstellung und -nutzung geben.“

Das Bündnis der Partnerverbände fordert vor diesem Hintergrund eine Abkehr vom Dualismus des Bedarfs- und Verbrauchsausweises hin zum reinen Bedarfsausweis, mit einem einheitlichen Berechnungsverfahren. Zudem solle er in Anlehnung an den Energieverbrauchsausweis von Elektrogeräten wie Kühlschränken oder Waschmaschinen angepasst werden. Dieses Design sei den Verbrauchern mittlerweile vertraut und damit auch leicht verständlich. „Der Energieausweis soll bei Hauseigentümern und Mietern für Transparenz sorgen, vergleichbare Ergebnisse zur energetischen Beschaffenheit des Gebäudes liefern und rechtlich belastbar sein“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Nur so könne er als Grundlage für Rechtsgeschäfte, für Fördermittel oder andere verbindliche Aussagen dienen und einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Quelle: Pressemitteilung des VdZ Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V.

Tags zum Beitrag:
, , ,
Ähnliche Beiträge zum Thema:

Comments are closed.