Umweltbewusstsein in Deutschland: Umweltprobleme ähnlich präsent wie die Finanzkrise

Veröffentlicht am 01. Feb 2013 | Kategorie: Allgemein | Ansichten: 1.925

Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima, die vor fast zwei Jahren die Welt erschütterte, wurde in Deutschland die Energiewende beschlossen. Wie aus einer repräsentativen Umfrage hervorgeht, die im Sommer 2012 im Auftrag des Umweltbundesamts durchgeführt wurde, hat sich an den Prioritäten der Bundesbürger seither nicht viel geändert. Mit ganzen 36 der Deutschen hält ein Großteil der Bevölkerung den Schutz von Umwelt und Klima weiterhin für eine der wichtigsten Aufgaben der Politik. Mit nur einem Prozent mehr kommt nur der Wirtschafts- und Finanzpolitik ein noch höherer Wert zu, was selbstverständlich vor allem auf die anhaltende Schuldenkrise fast aller europäischer Staaten zurückzuführen ist.

Wie der Rat für Nachhaltige Entwicklung auf seiner Webseite berichtet, wird die Umfrage bereits seit 1996 alle zwei Jahre durchgeführt. Die starke Rückkehr des Umweltbewusstseins in viele Köpfe könnte auch an der kurz vorher stattgefundenen Rio+20 Klimakonferenz gelegen haben. Zwei Jahre zuvor hatten nur 20 Prozent der Befragten den Klima- und Umweltschutz genannt.

Größte Sorge macht den Menschen laut der aktuellen Studie die Verschmutzung von Luft, Wasser und Umwelt. Dem folgen Ängste vor der Erderwärmung und dem weiter ungebremst wachsenden CO?-Ausstoß. Auch Tier- und Artenschutz, das Ozonloch, der Atomausstieg sowie Probleme durch Nahrungsmittel wurden von den Befragten genannt. Die Mehrheit ist darüber hinaus weiterhin für einen Umstieg hin zu den Erneuerbaren Energien, die Bereitschaft selbst Energie einzusparen ist allerdings gesunken.

News „Umweltprobleme besorgen Menschen fast so sehr wie die Finanzkrise“, 28.01.2013, Rat für Nachhaltige Entwicklung
Link: http://www.nachhaltigkeitsrat.de/index.php?id=7546

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