EU Kommission plant Maßnahmenpaket für Elektromobilität

Veröffentlicht am 25. Jan 2013 | Kategorie: Auto & Verkehr | Ansichten: 2.538

Die Elektromobilität kann man in EU Ländern wie Deutschland gut und gerne als Problemkind bezeichnen. Zwar nimmt die Energiewende nach dem Atomausstieg ihren Lauf, doch was den Schadstoffausstoß angeht, sollten sich ebenfalls Änderungen vornehmen lassen. Bisher ist dies jedoch nicht in ausreichendem Maße geschehen. Aus diesem Grund plant die Europäische Kommission ein vielfältiges Maßnahmenpaket, um die Infrastruktur im Bereich der Elektromobilität im gesamten EU Raum großflächig auszubauen. Es sind 800.000 öffentlich zugängige Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Europa geplant. Im vergangenen Jahr waren es nur knapp 12 000. Dabei entspricht die Zahl von 800.000 Stationen nur etwa 10 Prozent davon, was die EU Kommission bis zum Jahr 2020 geplant hat. Dann sollen es demnach rund 8 Millionen Ladesäulen im europäischen Raum sein.

Die schlecht ausgebaute Infrastruktur wurde bisher hauptsächlich als Grund dafür genommen, warum die Verkaufszahlen für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in Europa stagnieren. Gerade zur deutschen Energiewende würde ein Boom der Elektrofahrzeuge passen. Doch während die Deutschen durchaus gewillt sind Energie zu sparen und Strom aus erneuerbaren Energiequellen anstatt aus Atomkraftwerken zu beziehen, sehen sie nicht ein, einen höheren Preis für ein Elektroauto zu zahlen. Die Bedenken sind begründet, denn für ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb legt man noch immer sehr viel mehr auf den Tisch als für eines mit herkömmlichem Antrieb. Würde es in Deutschland größere finanzielle Anreize, beispielsweise Steuererleichterungen, geben, sähe die Situation vielleicht etwas anders aus.

Die Pläne der EU Kommission bis 2020 sind ambitioniert, doch ob sich dadurch wirklich etwas an der geringen Beliebtheit der alternativen Antriebe drehen lässt, ist fraglich. So könnte man zwar eine besser funktionierende Infrastruktur für Elektrofahrzeuge garantieren, aber die Anschaffungspreise würden sich dennoch wenig ändern. Zahlreiche Automobilhersteller greifen aufgrund der schleppenden Absatzzahlen von alternativ angetriebenen Fahrzeugen schon zu anderen Maßnahmen und versuchen, die bestehenden Modelle mit herkömmlichen Antrieben sparsamer und somit umweltfreundlicher auf den Markt zu bringen. Hierzu gehört unter anderem auch Honda. Der SUV CRV 2013 des japanischen Herstellers ist einer der ersten Geländewagen, den man annähernd als sparsam bezeichnen kann. Dieser Trend könnte sich möglicherweise durchsetzen, wenn die Strategie der EU Kommission keinen Erfolg zeigt.

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