Vor- und Nachteile der Sonnenenergie

Veröffentlicht am 10. Okt 2012 | Kategorie: Sonnenenergie | Ansichten: 2.516

Die Herstellung von Solarstrom erzeugt keine Emissionen und gilt landläufig als umweltschonend. Allerdings bringt Photovoltaik auch Nachteile mit sich, die häufig unbeachtet bleiben.

Mit dem Preisverfall bei der Herstellung von Solarmodulen sank auch die Höhe der möglichen Förderung für den Endanwender. Dennoch sprechen noch heute viele Vorteile für die Erzeugung des eigenen Stromes. Dass es hierbei auch zu Nachteilen kommt, bleibt weitestgehend ungenannt. Im Vordergrund stehen die Schaffung von Arbeitsplätzen und der Gewinn für den Umweltschutz.

Strom vom eigenen Hausdach

Angesichts steigender Energiepreise und hohen Fördergeldern hat der Ausbau der Solarenergie in Deutschland enorm zugenommen. Waren es 2001 noch etwa 76 Gigawattstunden, die durch Photovoltaik produziert wurden, kamen 2011 bereits 19.000 Gigawattstunden zusammen. Das ist bei Weitem noch nicht die Grenze des Möglichen: Allein mit der Energie, welche die Sonne täglich zur Erde schickt, könnte der Energiebedarf der Menschheit bis weit in eine ferne Zukunft gedeckt werden.

Nachts scheint keine Sonne

Dass die Produktion von Solarstrom nur am Tag möglich ist, scheint ein offensichtlicher Nachteil zu sein. Allerdings könnten Speichersysteme hier Abhilfe schaffen. Gleiches gilt für die Winterzeit, in der wir mehr Strom verbrauchen als im Sommer. In der warmen Jahreszeit hingegen erzeugt Sonnenenergie mehr Strom als benötigt. Gelänge es, diesen effektiv zu speichern, wäre ein Jahresvorrat an Energie schnell herzustellen. Hierin liegen die Nachteile der Sonnenenergie also nicht. Es sind eher die hohen Herstellungskosten der Solarmodule und der mit Photovoltaik einhergehende Flächenverbrauch, die als Nachteile der Stromgewinnung aus Solarenergie anzusehen sind.

Solarstrom, das private Kraftwerk

Anders als viele vergleichbar umweltschonende Energiegewinnungsmethoden hat Photovoltaik den Vorteil, dass sie von jedermann eingesetzt werden kann. Wasserkraft und Biomasse ermöglichen das nicht und Windkraft nur unter bestimmten Bedingungen. Die Solaranlage auf dem Dach hat inzwischen jedoch im ganzen Land Befürworter gefunden. Dazu trug sicher nicht nur die in der Vergangenheit hohe Förderung durch Bund und Länder bei. Immer mehr Menschen sorgen sich um die Umwelt und investieren gern in eine Stromerzeugung, die beispielsweise den Kohlendioxid-Ausstoß in 2009 um 3,6 Millionen Tonnen senken konnte. Dass zudem aus dem Überschuss an erzeugter Energie und dessen Einspeisung in das Netz noch immer Einnahmen zu generieren sind, macht diese Energieform für viele nach wie vor attraktiv.

Viele Vorteile bei wenigen Nachteilen

Auch wenn die Errichtung des eigenen Solarkraftwerkes eine vergleichsweise hohe Investition darstellt, amortisiert sich die Ausgabe in wenigen Jahren durch niedrige Folgekosten. Der Gewinn für die Umwelt ist dabei von unschätzbarem Wert. Dass angesichts der Vorteile ein gewisser Flächenbedarf anfällt, ist akzeptabel. Dank steigender Nachfrage sind Solarmodule bedeutend preiswerter als noch in der Vergangenheit. Insgesamt geht die Rechnung auf, für das Klima und für den eigenen Haushalt.

Weitere hilfreichen Informationen zum Thema Sonnenenergie finden Sie hier:

Web-Gas
Solaranlagen-Portal

Autor: M. Kupzik

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