Wie die Ausnahmen für energieintensive Industriebetriebe den Strompreis nach oben treiben

Veröffentlicht am 13. Aug 2012 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 1.960

Wenn der Strompreis wieder einmal steigt, dann sind die Schuldigen schnell ausgemacht: Die erneuerbaren Energien. Denn obwohl die Energiewende von der Mehrheit gewollt ist, sind einem die zusätzlichen Kosten natürlich weniger recht. Die notwendigen Investitionen in Windkraftanlagen, Solarenergie, Bioenergie oder effizientere Technologien wie etwa Blockheizkraftwerke müssen natürlich finanziert werden, allerdings steigt der Strompreis für die Verbraucher auch, weil die Politik wieder einmal fragwürdige Ausnahmeregeln geschaffen hat.

Besonders energieintensive Industriebetriebe, also Unternehmen, die einen sehr hohen Energieverbrauch nachweisen können, müssen die sogenannten Netzentgelte gar nicht erst zahlen. Stattdessen können sie sich bei der Bundesnetzagentur davon befreien lassen. Mittlerweile haben dies laut Angaben in der „Frankfurter Rundschau“ auch bereits rund 180 Firmen getan und längst sind nicht alle Anträge bearbeitet. Die Kosten für die Netzentgelte werden so auf Die Subventionierung dieser energieintensive Industriebetriebe durch den Rest wird auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt.

Artikel “ Strompreise – Verbraucher zahlen Nachlass für die Industrie“, 13.08.2012, Spiegel Online
Link: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/strompreise-verbrauchen-zahlen-nachlass-fuer-die-industrie…

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  1. […] Kilowattstunde steigen wird, wodurch der Strom vor allem für die Bürger teurer werden wird (u.a. auch weil die Ausnahmen für energieintensive Industriebetriebe den Strompreis nach oben treiben). Obwohl ein durchschnittlicher Haushalt zwar pro Monat wohl um nicht mehr als den Preis für zwei […]

  2. […] dem Ausbau der Erneuerbaren Energien die Schuld gibt, kritisieren andere, dass vor allem auch die Ausnahmen für energieintensive Industriebetriebe den Strompreis nach oben treiben. Eines der Hauptprobleme ist aber vor allem, dass z.B. Windkraftanlagen über längere Zeiträume […]

  3. […] Preistreiber sind dabei sowohl die hohe Förderung für Solarenergie und Windkraft, ebenso wie die vielen Ausnahmen für energieintensive Industriebetriebe und natürlich auch die Tatsache, dass die Stromkonzerne auch gerne ihre Gewinnmarge erhöhen. […]