Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung könnte die Energiewende vorantreiben

Veröffentlicht am 13. Mai 2012 | Kategorie: Allgemein | Ansichten: 2.348

Die Technologie zur Erzeugung von sauberem Strom ist längst vorhanden und der Ausbau an Windkraft und Solarenergie geht auch zügig voran (Artikel „Windkraft- und Solaranlagen produzierten in den ersten 4 Monaten 2012 über 25% mehr Energie„). Gebremst wird die Energiewende vor allem aber auch von fehlenden bzw. veralteten Übertragungswegen, die z.B. die Windenergie von vor den Küsten in Norddeutschland in die Mitte oder den Süden der Bundesrepublik transportieren. Die Installation neuer Leitungen ist schließlich teuer und von betroffenen Anwohnern meist nicht gewollt. Eine Alternative könnte die in Deutschland entwickelte Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) sein.

Ein weiterer Nachteil der aktuellen Übertragung als Wechselstrom ist nämlich laut einem Bericht auf Welt Online der hohe Verlust. Die liegt unter Berufung auf Siemens bei einer Verbindung mit 380.000 Volt und 800 Kilometer Leitung aufgrund der ständigen Umpolungen bei immerhin 9,4 Prozent der Leistung. Bei Gleichstrom würden nur rund 2,6 bis maximal 6 Przent verloren gehen. Dabei könnten auch viele der bestehenden Leitungen uis zum Jahr 2019 soll eine erste Testleitung vom nördlichen Rheinland bis nach Baden-Württemberg in Betrieb genommen werden.

Da sich die Vorteile vor allem bei großen Distanzen bezahlt machen, bieten andere Länder natürlich noch deutlich mehr Potential. So sollen im Riesenreich China von den Technologiekonzernen Siemens und ABB in den nächsten Jahren große Strecken Leitung zur Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung gebaut werden.

Artikel „Innovation – Neue Technik transportiert Strom verlustfrei“, 13.05.2012, Welt Online
Link: http://www.welt.de/wissenschaft/article106292399/Neue-Technik-transportiert-Strom-verlustfrei.html

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