Kann die deutsche Windkraft-Industrie der Konkurrenz aus China trotzen?

Veröffentlicht am 25. Apr 2012 | Kategorie: Windkraft | Ansichten: 3.104

Vor einigen Jahren galt die deutsche Solarindustrie nicht nur als Vorreiter für eine neue und grüne Wirtschaft, sondern vor allem auch als Hoffnung für einen blühenden Wirtschaftszweig mit beinahe unaufholbaren Technologievorsprung und Garant für sichere Arbeitsplätze in Deutschland. Es wurde viel Geld und Zeit in die Photovoltaik Technik investiert. Mittlerweile macht ihr aber vor allem die starke Konkurrenz aus Fernost zu schaffen und so mussten innerhalb kurzer Zeit die ehemaligen Vorzeige-Unternehmen Solarhybrid, Solar Millennium, Solon und Q-Cells Insolvenz anmelden.

Die Financial Times Deutschland zitiert nun Manfred Bayerlein, Chef des TÜV Rheinland, dass der deutschen Windkraft-Industrie aufgrund der immer stärker werdenden Konkurrenz aus China ein ähnliches Schicksal bevorstehen könnte. Jörg Müller, Chef des brandenburgischen Betreibers Enertrag, sieht darin aber keine so große Gefahr, auch wenn die chinesischen Hersteller technologisch aufholen und natürlich vor allem deutlich kostengünstiger produzieren können. Da es sich bei Windkraftanlagen aber um Schwersttransporte handelt, wäre ein Transport der Windkraftanlagen um die halbe Welt aus seiner Sicht aber nicht rentabel. Daher würden sich die Hersteller aus China auch vor allem auf den riesigen Heimatmarkt konzentrieren.

Artikel „Windenergie: Windanlagenbetreiber greifen in Netzausbau ein“, FTD Online, 24.04.2012
Link: http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:windenergie-windanlagenbetreiber-greifen-in…

Solar-Hersteller als Weltmarktführer mit einem fast unaufholbaren Technologievorsprung und grandiosem Exportpotenzial. Heute gehen die Spitzenfirmen der Branche in Deutschland reihenweise in die Insolvenz, bauen Stellen ab und schließen ihre Fabriken.

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