Gekürzte Solarförderung: Jetzt mehr Eigenverbrauch einkalkulieren und besser planen!

Veröffentlicht am 04. Apr 2012 | Kategorie: Sonnenenergie | Ansichten: 2.562

Nach dem Beschluss des Deutschen Bundestages am 29. März 2012 zur drastischen Reduzierung der Einspeisevergütungen für Solarstrom müssen Hauseigentümer und Anlagenbetreiber zukünftig bei der Installation von Photovoltaikanlagen schärfer kalkulieren als bisher. Entscheidend sind jetzt nicht nur Wirkungsgrad und Preis der Solarmodule, sondern auch die exakte fachliche Ausführung und der Anteil des Stroms, der im Gebäude selbst verbraucht werden kann. Drauf weist die Berliner Energieagentur (BEA) heute hin.

Laut BEA-Experten sollte vor der Investition mehr Zeit für Planung und Berechnungen einkalkuliert werden, damit sich die Solarstromanlage über einen Zeitraum von 20 Jahren amortisiert und noch ein Gewinn übrig bleibt. Privaten Bauherren empfiehlt die Energieagentur, auf jeden Fall vor der Beauftragung eines Handwerksbetriebes vergleichbare Angebote mit verschiedenen Szenarien zum solaren Ertrag einzuholen.

Für die Rentablität einer Solaranlage sind folgende Faktoren jetzt umso wichtiger:

  • Verbauung von qualitativ hochwertigen Anlagenkomponenten und fachgerechte Installation.
  • spezifischer. Anlagenpreis, berechnet nach Euro pro elektrischer Leistung der Solarzellen (€/ kWpeak).
  • Prüfung der Vor-Ort-Gegebenheiten (Dachausrichtung und -qualität, Verschattungssituation, Gebäudestatik, Netzanschluss).

Damit Solaranlagen in Zukunft noch rentabel zu betreiben sind, muss außerdem eine möglichst große Menge des erzeugten Stroms in das Gebäude selbst fließen. Laut heutigem Bundestagsbeschluss soll zukünftig bei kleineren Anlagen unter 1 Megawatt Leistung nur noch maximal 80 bzw. 90 Prozent des erzeugten Solarstroms vom Netzbetreiber abgenommen und fest vergütet werden. Bei der Planung einer Solaranlage muss deshalb auch kalkuliert werden, wie hoch der Strombedarf zu bestimmten Tageszeiten ist.

Viel Sonne in Berlin – gute Rahmenbedingungen für Solarenergie

Ihre Spitzenleistung erzielen Solaranlagen an Sonnentagen zwischen dem späten Vormittag und dem frühen Nachmittag. Je mehr Strom in diesem Zeitfenster im Gebäude selbst abgenommen werden kann, umso besser für den wirtschaftlichen Erfolg der Anlage. In Berlin gab es im Vorjahr 1.933 Sonnenscheinstunden. Damit lag die Hauptstadt laut Wetterstatistik des Deutschen Wetterdienstes auf Platz 2 hinter Baden-Württemberg.

Die BEA betreibt in Berlin derzeit 36 Photovoltaikanlagen auf öffentlichen und privaten Dächern von Wohn- und Dienstleistungsgebäuden, darunter auf dem Roten Rathaus, dem Deutschen Technikmuseum und der Max-Schmeling-Halle. Sie trägt mit rund sechs Prozent zum gesamten Solarstromaufkommen in Berlin bei. Laut eigener Analyse haben diese Anlagen Jahr einen durchschnittlichen solaren Ertrag von 1.070 Kilowattstunden pro Kilowatt peak (kWh/kWp) erzielt. Sie liegen damit 15 Prozent über dem Durchschnitt aller rund 3.300 Solarstromanlagen in Berlin.

Auf ihrer Internetseite www.b-e-a.de bietet die BEA einen kostenlosen PV-Check an, der Hauseigentümern einen ersten Anhaltspunkt bietet, ob sich die Errichtung einer Solarstromanlage auf dem Dach lohnt. Die BEA plant, finanziert, errichtet und betreibt im eigenen unternehmerischen Risiko kleine Solarkraftwerke und mietet dazu von Gebäudeeigentümern die notwendigen Dachflächen an. Damit werden sie von den Risiken einer solchen Investition entlastet und erhalten stattdessen eine verlässlich zu kalkulierende Mieteinnahme über einen Zeitraum von 20 Jahren.

Weitere Informationen und Anlagenbeispiele unter www.b-e-a.de.

Berliner Energieagentur
Die Berliner Energieagentur GmbH (BEA) ist ein modernes Energiedienstleistungsunternehmen in Berlin. Es entwickelt und realisiert innovative Projekte zur Reduzierung von Energiekosten und CO2-Emissionen. Die BEA wurde 1992 auf Initiative des Berliner Abgeordnetenhauses gegründet. Gesellschafter sind zu gleichen Teilen das Land Berlin, die Vattenfall Europe Wärme AG, die GASAG Berliner Gaswerke AG und die KfW Bankengruppe. www.berliner-e-agentur.de

Quelle: Pressemitteilung der Berliner Energieagentur GmbH vom 29. März 2012 (zeitlich angepasst)

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