Gezieltes Weiden von Nutztieren könnte die Wüsten wieder zum Leben erwecken

Veröffentlicht am 26. Jan 2012 | Kategorie: Natur & Umwelt | Ansichten: 2.085

Bisher hat die stetig wachsende Anzahl von Nutztierherden ebenso wie die Abholzung riesiger Waldflächen und nicht nachhaltigem Ackerbau zur Wüstenbildung beigetragen. Laut neusten Ergebnissen eines Projekts des Savory Institute in Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation Africa Centre for Holistic Management (ACHM), könnte der gezielte Weideeinsatz von Nutztieren aber sogar das Gegenteil bewirken. So konnten zu Testzwecken Gegenden in Simbabwe, die dabei waren sich in Wüsten zu verwandeln, wieder zu fruchtbaren Gebieten werden.

Werden die Nutztierherden in bestimmten Intervallen zum Weiden auf die Fläche gelassen, brechen die Hufe der Tiere den harten Boden auf, ihre Exkremente liefern wie Dünger wichtige Nährstoffe und die im Boden liegenden Samen werden durch die Verdichtung des Erdreichs vor Wind und Wetter geschützt. Verlassen die Herden das Gebiet nach drei Tagen und geben ihm neun Monate Zeit zur Erholung, können die Pflanzensamen in der Zwischenzeit keimen und wachsen. In den Testgebieten habe sich die Natur von einer Quasi-Wüste bis heute zu einer Flora mit hüfthohem Gras entwickelt. Der Erfolg soll nun in anderen afrikanischen Ländern wiederholt werden.

Allan Savory ist sich sicher, mit seiner Methode ein geeignetes Konzept entwickelt zu haben, dessen Wirkung weit über die lokalen Gebiete in Afrika hinaus geht. Denn eines ist für Savory klar: „Ohne Maßnahmen gegen Wüstenbildung kann nichts gegen den Klimawandel unternommen werden“.

Artikel „Weiden gegen den Vormarsch der Wüste“, 17.01.2012, Klimaretter.info
Link: www.klimaretter.info/umwelt/hintergrund/10366-weiden-gegen-den-vormarsch-der-wueste/

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