Berliner Energieagentur begrüßt neues Förderprogramm der Bundesregierung für kleine Blockheizkraftwerke (BHKW)

Veröffentlicht am 19. Jan 2012 | Kategorie: Wohnungen & Häuser | Ansichten: 2.343

Blockheizkraftwerke oder kurz BHKW erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme vor Ort, weshalb sie deutlich effizienter mit Energie umgehen als zentrale Großkraftwerke. Kleine Kraftwerke mit einer elektrischen Leistung unter 20 Kilowatt werden nun wieder durch die Bundesregierung gefördert, was die Berliner Energieagentur (BEA) als positives Zeichen wertet. „Damit werden wieder sinnvolle Investitionsanreize gesetzt, um diese für den Klimaschutz und die Umsetzung der Energiewende notwendige Effizienztechnologie in den Markt zu bringen“, erklärt BEA-Geschäftsführer Michael Geißler.

Noch sind die kleinen Blockheizkraftwerke nicht sonderlich verbreitet, in Berlin sind gerade einmal etwas mehr als 400 sogenannte Mini-KWK-Anlagen in Betrieb. In den nächsten acht Jahren sollen laut Energiekonzept 2020 weitere 2.000 solcher nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeitende Anlagen installiert werden. Allein die Berliner Energieagentur betreibt über 50 kleine Keller-Kraftwerke in Wohn- und Geschäftshäusern, Krankenhäusern, Schulen und Feuerwehrstationen.

Für Berlin hat das Impulsprogramm besondere Bedeutung, weil es hier noch sehr viele unsanierte kleine Mehrparteienwohn- und Geschäftshäuser gibt, in denen BHKW eingebaut werden können. Diese eignen sich als Energiespartechnologie insbesondere dann, wenn aus Gründen des Denkmalschutzes oder anderer baulicher Hindernisse keine Wärmedämmungen an der Außenfassade angebracht werden können. Das technische Potenzial liegt in Berlin bei rund 150.000 Mini-KWK-Anlagen in Gebäuden, wenn man konsequent Einzel- und Sammelheizungen ersetzen würde.

Anträge auf Förderung können ab 1. April 2012 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingereicht werden. Der einmalige Investitionszuschuss bemisst sich nach der elektrischen Leistung der Anlagen. Kleinst-BHKW für Ein- und Mehrfamilienhäuser bekommen rund 1.500 €, größere Anlagen bis zu 3.450 €. Voraussetzung für den Investitionszuschuss ist eine Primärenergiesparung bei Anlagen unter 10 kWel von 15 Prozent, bei Anlagen bis 20 kWel mindestens 20 Prozent. Außerdem ist ein Gesamtjahresnutzungsgrad von mindestens 85 Prozent einzuhalten.

Weitere Anforderungen sind u. a. das Vorhandensein eines Wärmespeichers, einer Steuerung und Regelung für wärme- und stromgeführte Betriebsweise sowie eines Messsystems zur Bestimmung des aktuellen Strombedarfs. Nähere Fördervoraussetzungen sind der BAFA-Homepage zu entnehmen.

Ob ein Gebäude grundsätzlich für einen KWK-Betrieb in Betracht kommt, kann auch durch den kostenlosen BHKW-Check auf der Internetseite der Berliner Energieagentur unter www.b-e-a.de abgefragt werden.

Tags zum Beitrag:
, , , , , ,
Ähnliche Beiträge zum Thema:

Comments are closed.