Unternehmer und Multimillionär Edwin Kohl setzt auf kleine Elektroautos statt Luxuskarossen

Veröffentlicht am 06. Sep 2011 | Kategorie: Auto & Verkehr | Ansichten: 4.222

Weitblick, Engagement und Geschäftssinn haben Edwin Kohl vom 1979 als Einmannbetrieb gegründeten Firma Kohlpharma zum mittlerweile größten deutschen Arzneimittelimporteur gemacht. 2001 wurden erstmals mehr als Milliarde Deutsche Mark (514 Millionen Euro) Umsatz gemacht und heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 1.200 Mitarbeiter. Während der Selfmade-Millionär früher bevorzugt in den besonders exklusiven Modellen von Luxusherstellern wie Audi, Porsche, BMW oder Ferrari unterwegs war, legt er die 23 Kilometer von seinem Haus zur Firma im saarländischen Merzig laut einem Bericht auf Welt Online nun bevorzugt im minimalistischen Elektroauto MIA zurück.

Elektroauto Mia auf dem Genfer Autosalon 2011
Foto: © Klimaspot.de

Mittlerweile habe Kohl laut eigener Aussage ein „Herz für die grüne Mobilität“, weshalb er nicht nur privat auf das 2,87 Meter lange Elektroauto MIA umgestiegen ist, sondern gleich einen Teil der Herstellerfirma Heuliez übernommen hat. Ab Ende 2011 sollen pro Monat rund 1.000 Autos produziert und zu einem Einstiegspreis ab unter 20.000 Euro verkauft werden. Das Design des 750 Kilo leichten Fahrzeugs basiert auf einem Konzept des früheren VW-Designchefs Murat Günak, der das Elektroauto MIA für Heuliez entworfen hatte.

Kohl glaubt daran, dass sich die Elektromobilität zwar nicht schlagartig durchsetzen werde, es aber passieren wird und Elektroautos über lange Jahre hinweg hip sein werden. Die Innovation eines lokal emissionsfreien – und mit ökostrom komplett emissionsfreien – Antriebs muss dann auch alle negativen Aspekte des MIA ausgleichen: Laut Welt Online ist es trotz nur 24 PS zwar „kein Verkehrshindernis“, „wer höhere Ansprüche hat, muss sein Auto woanders suchen“. Im Vergleich zu einem Benziner soll das Elektroauto aber nicht nur besonder umweltbewusst, sondern auch besonders sparsam sein: Bei 10.000 Kilometer im Jahr verbraucht sie nur 1.000 Kilowattstunden. Bei 100.000 gefahrenen Kilometern in 10 Jahren könnten gegenüber einem Benziner so locker rund 12.000 Euro an Kraftstoffkosten eingespart werden.

Damit das elektrische Autofahren wirklich zu 100% umweltfreundlich wird, investiert Unternehmer Edwin Kohl zudem in Windräder. Schließlich könne ein Drei-Megawatt-Windrad zwischen sieben und acht Millionen Kilowattstunden sauberen Strom im Jahr erzeugen. Alleine zwei Windräder würden also mehr Strom liefern als die gesamte Jahresproduktion von 12.000 Fahrzeugen bei durchschnittlich 10.000 gefahrenen Kilometern verbrauchen würde.

Artikel „Es wird hip sein, ein Elektroauto zu fahren“, Autor: Stefan Anker, 04.09.2011, Welt Online
Link: http://www.welt.de/print/wams/motor/article13583228/Es-wird-hip-sein-ein-Elektroauto-zu-fahren…

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