Griechenland braucht neue Ideen wie den Export von Solarstrom

Veröffentlicht am 24. Jun 2011 | Kategorie: Sonnenenergie | Ansichten: 2.507

Im Pleiteland Griechenland wird gegen weitere harte Einschnitte für einen Großteil der Bevölkerung demonstriert und in Deutschland fordern immer mehr Bürger erst eine eigene Entlastung, bevor man die Griechen mit eigenen Steuergeldern unterstützt. Zudem lösen die milliardenschweren Hilfspakete auch nicht das eigentliche Problem, das daran liegt, dass Griechenlands Wirtschaft im Vergleich zu vielen EU-Staaten unterentwickelt ist. Genau daran müsse laut Finanzminister Wolfgang Schäuble gearbeitet werden. In einem Interview mit der Zeit erklärte er, dass es darum gehe, dass Griechenland neue Chancen entdecke und sich selbst helfe. Als gutes Beispiel dafür nannte er den Export von Solarstrom, der im sonnenreichen Griechenland sinnvoller erzeugt werden könnte als in Deutschland:

„Ein Ansatz könnte sein, die Mittelmeerländer in einem stärkeren Maße bei der Wende hin zu erneuerbaren Energien mitzunehmen, etwa beim Solarstrom. Griechenland hat eine viel höhere Anzahl von Sonnenstunden im Jahr als wir in Deutschland und könnte Strom zu uns exportieren.“

Seine Aussagen zum Ausbau der Solarenergie in Griechenland als Exportgut sind auf Seite 3 des Interviews ungefähr in der Mitte der Seite zu finden. Alternativ wäre in den gesamten sonnenreichen und verschuldeten südeuropäischen Ländern wie Spanien, Portugal und Griechenland vielleicht auch ein ähnliches Projekt wie das geplante Desertec in Nordafrika realisierbar. Die politische Lage ist gegenüber der Region im nördlichen Afrika ebenfalls immer noch deutlich stabiler und die Investitionen würden zumindest innerhalb der EU bleiben.

Interview mit Wolfgang Schäuble: „Schulden – Die Griechen können es schaffen“, 21.06.2011, Zeit Online
Link: http://www.zeit.de/2011/26/Interview-Schaeuble/seite-1

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