Deutsche Umwelthilfe fordert Stopp der Subventionierung spritfressender Dienstwagen

Veröffentlicht am 17. Mai 2011 | Kategorie: Auto & Verkehr | Ansichten: 1.794

Nachdem die Bundesregierung jüngst verkündet hatte, dass sie die Entwicklung von Elektroautos mit einer zusätzlichen Milliarde Euro fördern will um im internationalen Vergleich nicht die Führungsposition in der Automobilbranche zu verlieren, hagelte es gleich Kritik an der Höhe der Kosten. Dabei entgehen dem Staat aufgrund der Förderung von Dienstwagen mit bis zu 59 Prozent der Anschaffungs- und Betriebskosten pro Jahr sogar bis zu 5,5 Milliarden Euro pro Jahr. Dabei belohnt die Bundesregierung vor allem die Anschaffung echter Klimakiller-Dienstwagen, so die Deutsche Umwelthilfe.

Je teurer und umweltunfreundlicher die Dienstlimousinen der Luxusklasse sind, desto mehr lohnen sich die Subventionen für den Käufer, denn bei bis zu 59 Prozent bedeutet das folgendes: Bei der Anschaffung eines Maybach 62 Zeppelin (Listenpreis: 563.108 Euro) greift der Staat dem stolzen Besitzer mit über 330.000 Euro unter die Arme, beim Mercedes S-65 AMG L (Listenpreis: 229.789 Euro) erhält er immer noch bis zu 135.000 Euro. Der gewerbliche Halter eines VW Phaeton V8 (Listenpreis: 99.600 Euro) erspart sich immerhin noch bis zu 70.500 Euro.

Mit dieser Regelung fördert die Allgemeinheit nicht nur die Umwelt- und Klimaverschmutzung, sondern sie finanziert Menschen mit hohem Einkommen zudem auch noch ihre Luxusautos. Die Deutsche Umwelthilfe fordert daher eine fundamentale Reform der Dienstwagenbesteuerung und die Begrenzung auf 160 g CO2/km. Fahrzeuge mit höherem CO2-Ausstoß sollen nach Auffassung der DUH künftig grundsätzlich als „Liebhaberei“ gewertet werden, also weder in der Anschaffung noch im Unterhalt steuerlich abzugsfähig sein.

Pressemitteilung „Deutsche Umwelthilfe fordert ökologische Reform der Dienstwagenbesteuerung“, 11.05.2011, DUH
Link: http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&tx_ttnews[tt_news]=2585

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