Bio-Kunststoffe als Lösung gegen die Verschmutzung der Welt mit Plastik?

Veröffentlicht am 02. Mai 2011 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 6.483

Wir verschmutzen die Luft mit Abgasen, das Meer mit Öl und radioaktiv verseuchtem Wasser, roden die Wälder unserer Erde und hinterlassen den kommenden Generationen riesige Mengen strahlenden Müll aus den Atomkraftwerken. In fernen Jahren wird man sich wohl aber noch an eine weitere Plage erinnern, welche die hochentwickelten Zivilisationen unserer Zeit über die Erde gebracht haben. Die Rede ist von Plastik, dessen Produktion von Jahr zu Jahr steigt und inzwischen auf rund 230 Millionen Tonnen Kunststoff angestiegen ist. Da Plastik nur sehr, sehr langsam verrottet und nur ein Bruchteil recycelt wird, wird es zu einer Gefahr für Umwelt und Tiere. So treiben in einem Müllstrudel im Pazifik mehrere Millionen Tonnen Kunststoffmüll und selbst in einigen Gebieten des Mittelmeers kommt inzwischen sechsmal soviel Plastik vor wie Plankton (Mehr Plastik als Plankton: Internet-Petition gegen die Verschmutzung des Mittelmeers).

Während Plastik auf Basis von Erdöl mehr als 400 Jahre brauchen um abgebaut zu werden, können Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verrotten. Dennoch sind auch sie nicht immer umwelftreundlicher, wie ein aktueller Artikel auf Spiegel Online erklärt: So würde das Düngen und der Einsatz von Pestiziden beim Anbau von z.B. Mais für Bio-Kunststoff die Böden und Flüsse schädigen und wie bei Energiepflanzen für Biokraftstoffe in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen. Darüber hinaus sei Kunststoff aus nachwachsenden Ressourcen ein Nischenprodukt mit weniger als einem Prozent Marktanteil. Langfristig wäre Bio-Plastik zwar die bessere Alternative, bis dahin sollte aber vor allem der Mehrweg- und Recycling-Anteil steigen.

Artikel „Bio-Kunststoffe: Mit Mais gegen die Plastikflut“, 01.05.2011, Spiegel Online
Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,758020,00.html

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