AKW-Überprüfung: Greenpeace kritisiert Bericht der Reaktorsicherheitskommission (RSK)

Veröffentlicht am 24. Mai 2011 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 2.236

Ein Ranking der Atomkraftwerke in Deutschland ist so ziemlich das Letzte, was die großen Energiekonzerne und AKW-Betreiber bisher gewollt haben. Nach den neusten Meldungen aus Japan, dass die Brennelemente im Unglücks-Kernkraftwerk Fukushima sogar in drei Reaktoren geschmolzen seien, zeigt sich aber wieder, dass die Sicherheit die allerhöchste Prioriät haben sollte. Der Bericht der Reaktorsicherheitskommission (RSK) soll laut Greenpeace aber methodisch, inhaltlich und formal sehr viele Mängel aufweisen, weshalb die Umweltschutzorganisation sogar Vorsatz nicht ausschließt. Sie übergab ihre Bewertung gestern auch der Bundesregierung sowie der Ethik-Kommission.

Trotz all der Mängel im RSK-Bericht war es nach Angaben von Greenpeace aber Möglich, einen Vergleich der 17 Atomkraftwerke in Deutschland aufzustellen. Als Ergebnis fordert die Organisation erneut das sofortige endgültige Abschalten der sieben ältesten AKW und des Pannenreaktors Krümmel sowie den vollständigen Atomausstieg bis 2015. Denn nur das AKW Emsland habe mit 14 von 24 Punkten mehr als 50 Prozent der möglichen Punktzahl erreicht und auch das liest sich nicht gerade wie eine Glanzleistung. Angeführt vom AKW Isar 1 schnitten die sieben ältesten Atomkraftwerke sowie die AKW Gundremmingen B und C am schlechtesten ab.

„Ein Sicherheits-Ranking ihrer Reaktoren hat die Atomindustrie bisher gescheut wie der Teufel das Weihwasser. In dem Bericht der RSK sind aber die besonders gefährlichen Meiler klar auszumachen“, sagt Heinz Smital, Atomexperte von Greenpeace. „Es gibt keine Ausreden mehr, die ältesten AKW nicht sofort stillzulegen.“

News „Greenpeace: RSK-Bericht liefert Ranking der Atomkraftwerke“, 23.05.2011, Greenpeace
Link: http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/presseerklaerungen/artikel/greenpeace_rsk_bericht…

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