Jahrestag der Deepwater Horizon Ölkatastrophe und alles läuft wie gehabt weiter

Veröffentlicht am 21. Apr 2011 | Kategorie: Natur & Umwelt | Ansichten: 2.529

Vor einem Jahr sank die Deepwater Horizon Ölbohrinsel im Golf von Mexiko und in den darauf folgenden 3 Monaten strömten aus dem Leck mehr als eine Milliarde Liter Erdöl und die gleiche Menge Gas ins Meer. Inzwischen sind die Augen der Welt auf die Atomkatastrophe in Japan gerichtet, doch eine der größten Umweltkatastrophen sollte nicht einfach vergessen werden. Vor allem nicht, da die ökologischen Auswirkungen der Deepwater Horizon Ölkatastrophe im Golf von Mexiko noch längst nicht absehbar sind – und es vielleicht auch nicht werden. Denn die Verseuchung ist so groß, die Gebiete so riesig und die Auswirkungen so komplex, dass sie der Mensch nicht zusammenhängend begreifen kann.

Allerdings hält dies weder die Ölindustrie noch verantwortliche Politiker davon ab, dass längst wieder in der Tiefsee und auch im Golf von Mexiko nach Öl gebohrt wird. Ihnen alleine die Schuld zu geben wäre aber ohnehin nicht fair. Schließlich ist der Hunger nach Energie und Öl ungebrochen und stetig am wachsen. Kaum einer hat nach der Ölkatastrophe sein Auto häufiger stehen gelassen und ist deshalb aufs Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen. Kaum einer hat seinen Konsum und den damit zusammenhängenden Verbrauch an Ressourcen und Energie überdacht. Und in den Medien werden die steigenden Verkaufszahlen deutscher Nobelkarossen in Asien und Amerika weiter bejubelt. Auch wenn dafür dann vermehrt nach Öl gebohrt werden muss.

Artikel „Jahrestag der Ölkatastrophe: Ökologische Hygiene“, 21.04.2011, FAZ.net
Link: http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E4854891FA78C4CADA…

Tags zum Beitrag:
, , , , , , , , , ,
Ähnliche Beiträge zum Thema:

2 Kommentare
Schreib uns deine Meinung »

  1. […] hinterlässt. Die Technologien dafür sind bereits vorhanden oder in der Entwicklung und nach der Deepwater Horizon Ölkatastrophe und der Atomkatastrophe von Fukushima sollte auch endlich klar sein, dass es keine Alternative […]

  2. […] Untergang der Deepwater Horizon Ölbohrinsel mit den katastrophalen Folgen für den Golf von Mexiko ist gerade einmal 16 Monate her und schon […]