Forschungsprojekt Hylow: Strom aus Wasserkraft auch in ruhigen Gewässern gewinnen

Veröffentlicht am 07. Mrz 2011 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 5.258

Wenn sich die Menschheit einmal von den fossilen Energieträgern wie Öl, Kohle oder Erdgas undabhängig werden will, dann wird dies nur mit Hilfe eines Mix an erneuerbaren Energien gelingen. Bei der Erforschung und Entwicklung muss dabei auch die älteste regenerative Energiequelle, nämlich Wasserkraft, aus neuen Blickwinkeln bedacht werden. Aus diesem Grund untersuchen laut Focus Online aktuell Wissenschaftler im Rahmen eines europaweiten Projekts nach neuen Wegen, Wasserkraft auch in ruhigen Gewässern und mit kleinen Anlagen nutzbar zu machen. Zu diesem Zweck testen sie ein schwimmendes Mini-Strömungskraftwerk aktuell im Flüsschen Warnow in Mecklenburg.

Im Rahmen des Projekts mit dem Namen „Hylow“ (Hydropower Converter for Very Low Head Differences – Wasserkraftwerk für sehr niedriges Gefälle) sollen die schwimmenden Wasserräder entwickelt werden. Märkte sehen die Forscher vor allem in Entwicklungsländern, wo solche kleinen, dezentralen Kraftwerke sauberen Strom auch in abgelegenen Gebieten erzeugen könnten. Neben einer gewissen Stromausbeute spielen daher auch eine preiswerte und einfach zu wartende Konstruktion sowie Diebstahlschutz eine Rolle.

Artikel „Schwimmendes Kraftwerk: Stromgewinnung auch in trägen Flüssen“, 06.03.2011, Focus.de
Link: http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/neue_technologien/schwimmendes-kraftwerk-stromgewinnung…

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3 Kommentare
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  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich war doch etwas erstaunt über den Artikel zum Projekt Hylow.
    Mich würde mal der Kostenrahmen dieses Projektes interessieren. Als Freund dieser Ttechnik kann ich den Forschern aber mal den Besuch der Schiffsmühle in Grimma empfehlen. Hier ist so ein Generator installiert ( mehr als technisches Museum). Dieser produziert über Jahrzehnte hinweg ohne Probleme Energie. Selbst das extreme Hochwasser 2002nhat das System überstanden. Die Kollegen vor Ort können sicher den Forschern ihre Erfahrungen mitteilen. Weiterhin kann man auch die Erfahrungen der zig tausenden Kleingeneratoren im Erzgebirge sammeln. Naezu jede noch so kleine Produktionsstätte wurde über so einen Generaor gespeist. Diese Erfahrungen gepaart mit dem „Stand der Technik“, sollten eine aufwändige Forschung erübrigen.

  2. Hallo !
    Mal wieder wird ein aufwendiges Projekt zur Neuentwicklung alter Kamellen von der EU mit 3,4 Mio Euro finanzeirt.
    Ähnliches geschieht natürlich auch in anderen Bereichen.
    Das gebaute Wasserrad 3 m Durchmesser und 1,6 m breit kann nach Retenbacher /Formel aus 1850 ) etwa 500 Watt nach
    Abzug der Reibeungskräfte produzieren. Interessant ist die Querschnittsverengung in der Ebene – eine art Venturi-Platte)
    zur Erhöhung der Wassergeschwindigkeit – erreicht werden etwa 20 % )
    Das Rad soll für Entwicklungsländer sein und ist für diese Verwendung viel zu teuer und aufwendig.
    Im Verhältnis zur Investition ist der Ertrag überaus gering.
    Für den Gebrauch innerhalb der EU -Naturschutzvorschriften – lässt man die Schaufeln des Rades nicht auf dem Boden laufen ,da sonst mitgeführte Fische zerhackt würden oder aber das Rad zum Klemmen bringen. Die meiste Energie
    geht zusätzlich durch das unterschiessende Wasser verloren.
    Es gibt viele Wege die nach Rom führen.
    Ein Bastler .

  3. Ich interessiere mich seit 3 Monaten extrem für erneuerbare Energien und da speziell fürMini-Wasserkraftwerke. Jedoch muss für die Errichtung und Benutzung des privaten Kraftwerkes nach einem Gesetz eine Genehmigung eingeholt werden. Kennt sich jemand damit aus beziehungsweise weiß, welches Amt dafür zuständig ist? Danke schonmal.