China will Ausbau der Kernkraft nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima verlangsamen

Veröffentlicht am 29. Mrz 2011 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 2.522

Im Beitrag „Japan steht vor der Atomkatastrophe und die Welt sollte daraus lernen“ von Mitte März war noch die Rede davon, dass sich China von der schlimmen Situation im Atomkraftwerk Fukushima nicht beeindrucken lässt und sein Atomprogramm unbeirrt fortsetzen will. Zwei Wochen später ist die Lage in Japan deutlich schlimmer und nach wie vor weiter unvorhersehbar. Die Hilflosigkeit, mit der die japanische Regierung und die Betreiberfirma Tepco der Lage in Fukushima gegenüberstehen, hat inzwischen aber wohl auch eine Wirkung auf die Regierung in China.

Wie auf Welt Online berichtet wird, rückt die Regierung erstmals von ihren Plänen ab, China bis zum Jahr 2020 zur führenden Exportnation von Nuklearanlagen und zum Land mit den meisten Atomkraftwerken zu machen. Bisher war vorgesehen, dass die Kernenergie bis 2015 rund vier Prozent des Strombedarfs von China deckt, nun sollen es aber unter drei Prozent bleiben. Dennoch bleibt das Land eine Region der Atomkraft, denn aktuell sind alleine 32 neuen Atomanlagen im Bau oder in Planung. Wie überall auf der Welt geht es dabei vor allem ums große Geld für einige Wenige: Vor allem ein Dutzend chinesischer Stromkonzerne sowie Städte und energiehungrige Provinzen wollen ein Stück vom 70 Milliarden Euro Kuchen abhaben.

Artikel „Nach Japan-Desaster: China rückt von riesigen Atomkraft-Plänen ab“, 29.03.2011, Welt Online
Link: http://www.welt.de/wirtschaft/article12997338/China-rueckt-von-riesigen-Atomkraft-Plaenen-ab.html

Tags zum Beitrag:
, , , , , , ,
Ähnliche Beiträge zum Thema:

1 Kommentar
Schreib uns deine Meinung »

  1. Immerhin kann man in China die Kraftwerke irgendwo weit in die Pampa setzen und einen wirklich großen Menschenleeren Bogen darum schlagen. In Europa hat man ja keinen Platz für solche Unterfangen und die AKWs stapeln sich schon fast in dichtbesiedelten Gebieten.