Umweltschutzverbände kritisieren von Ilse Aigner geplante Waldstrategie als Ausbeutung

Veröffentlicht am 10. Feb 2011 | Kategorie: Natur & Umwelt | Ansichten: 2.534

Mit Ihrer geplanten Waldstrategie für das Jahr 2020 hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner die fünf großen deutschen Umweltschutzverbände DNR, BUND, Greenpeace, NABU und WWF gegen sich aufgebracht. Denn diese sehen in ihr keine „tragfähige Balance zwischen den steigenden gesellschaftlichen Ansprüchen an den Wald und seiner nachhaltigen Leistungsfähigkeit“, sondern eine Degradierung des Waldes zum „reinen Rohstofflager“. Sie kritisieren, dass der Wald einzig zur „maximalen Holzerzeugung ausgelegt“ werden würde und Klima- wie Naturschutz in der Strategie keine Rolle spielen würden. Besonders die Tatsache, dass die Stromgewinnung aus Holz über das EEG gefördert werde, sorge dafür, dass immer mehr Holz immer schneller verbrannt werde. Während die Umweltschutzverbände die Grenze der Nachhaltigkeit bei der Waldnutzung bereits erreicht sehen, sieht der Bundesverband BioEnergie die Lage anders. „Für Strom und Wärme wird in Deutschland kein Wald gerodet“ erklärt Geschäftsführer Bernd Geisen.

News „Strom aus Holz: Grenze der Nachhaltigkeit erreicht?“, 09.02.2011, Rat für Nachhaltige Entwicklung
Link: http://www.nachhaltigkeitsrat.de/index.php?id=6069

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