Wie illegale Öl-Raffinerien im Nigerdelta die Umwelt und Gesundheit junger Menschen zerstören

Veröffentlicht am 17. Jan 2011 | Kategorie: Natur & Umwelt | Ansichten: 2.402

Das Schwarze Gold ist es, was die Weltwirtschaft ebenso am Laufen hält wie unsere Autos und was Ausgangsstoff unzähliger Produkte der modernen Gesellschaft ist. Doch die Schattenseiten des Erdöls werden hier schnell vergessen oder auf die Verschmutzung des Klimas und die Erderwärmung reduziert. Doch im Nigerdelta hat die Förderung des reichhaltig vorhandenen Öls der Bevölkerung kein Glück gebracht und der Umwelt noch weniger. Seit mehr als 50 Jahren haben rund 2 Millionen Tonnen Rohöl das Ökosystem des Nigerdeltas vergiftet, wobei der Shell-Konzern laut Wikipedia vor allem den organisierten Öldiebstahl für die Verschmutzung verantwortlich macht, Umweltschützer sehen hingegen die berstenden Bohrköpfe und lecken Pipelines, also mangelnde Sicherheitsstandards durch Unternehmen wie Shell, als Hauptverursacher.

In einem aktuellen Artikel auf der Homepage der WirtschaftsWoche schreibt Autor Bartholomäus Grill über das dreckige Geschäft der illegalen Öl-Raffinerien im Nigerdelta. Er beschreibt, wie in ein paar Hundert solcher wilden Raffinerien junge Männer ohne Job und Zukunftsaussicht aus dem abgezapften Rohöl das Benzin, Kerosin und Diesel gewinnen. Bei ihrer Arbeit mit primitivsten Apparaturen vergiften sie nicht nur das Ökosystem, das vielerorts mit Ölschlick und einer teerartige Melasse auf lange Zeit verseucht ist, sondern sie zerstören dabei auch ihre eigene Gesundheit für ein paar Dollar.

Artikel „Illegale Öl-Raffinerien: Verfluchter Bodenschatz im Nigerdelta“, 17.01.2011, WirtschaftsWoche
Link: http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/verfluchter-bodenschatz-im-nigerdelta-453224/

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