Heizen mit Biomasse: Hessens erstes international anerkanntes Klimaschutzprojekt gestartet

Veröffentlicht am 20. Jan 2011 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 2.245

Das Heizen von Gebäuden verbraucht in Deutschland mehr Energie als der Pkw-Verkehr, weshalb gerade in diesem Bereich ein enormes Einsparpotential herrscht. Auch das Bundesland Hessen will hier ansetzen und so wurde Ende Dezember Hessens erstes international anerkanntes Klimaschutzprojekt offiziell gestartet. Mit dem Vorreiterprojekt JIM.Hessen soll in Klima- und Energieeffizienz investiert werden, was sich nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch auszahlen soll.

Ziel des Pilotprojektes ist es, innovativen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen einen finanziellen Anreiz zu bieten, alte Heizungsanlagen durch moderne Biomasseanlagen zu ersetzen. Denn inzwischen sind nicht nur viele Heizsysteme veraltet und ineffizient, sondern es gibt auch eine ganze Reihe zukunftsweisender Alternative zum Verfeuern von Heizäl oder Erdgas. Bei der Umstellung von einer Ölheizung auf eine Biomasseanlage können z.B. über 1.700 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden. Die erzielten Einsparungen können dann in handelbare CO2-Zertifikate umgewandelt werden. Diese lassen sich anschließend am Markt verkaufen und die Teilnehmer des Projektes werden an den Erlösen beteiligt.

Initiiert wurde das Vorreiterprojekt vom hessischen Umweltministerium. Die HessenAgentur als Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Bundeslandes hat das Projekt in Zusammenarbeit mit der Münchner Unternehmensberatung FutureCamp Climate entwickelt.

Der Name JIM.Hessen steht dabei für „Joint Implementation Modellprojekt“, wobei „Joint Implementation“ einen Mechanismus für internationale Klimaschutzprojekte unter dem Kyoto-Protokoll bezeichnet. Die Münchner Unternehmensberatung FutureCamp Climate GmbH ist in Deutschland marktführend bei der Betreuung und Durchführung von JI-Projekten.

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