Geringere Umweltsteuern in Deutschland als im Durchschnitt der EU

Veröffentlicht am 20. Jan 2011 | Kategorie: Allgemein | Ansichten: 1.897

In Deutschland wird gerne über die hohen Umweltsteuern geschimpft und gejammert, allem voran über die sogenannte Ökosteuer (eigentlich: Mineralölsteuer) beim Benzin und Diesel. Tatsächlich sind die Kraftstoffpreise auch in den letzten Jahren deutlich gestiegen und im Vergleich mit den anderen 27 europäischen Mitgliedsstaaten recht hoch. Dennoch ist die Gesamtbelastung der Bürger mit Umweltsteuern im Vergleich zu den anderen Ländern der EU eher gering. Deutschland lag in 2007 mit nur 2,23 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) oder rund 54 Milliarden Euro im unteren Mittelfeld. Der Durchschnitt lag bei 2,46 Prozent des BIP und EU-Spitzenreiter Dänemark kam sogar auf eine Quote von 5,9 Prozent.

Die Umwelt- oder Ökosteuer macht vor allem mit Rücksicht auf die kommenden Generationen Sinn: Denn von jeher waren fossile Energieträger wie Erdöl eigentlich zu billig, wobei die Kosten einfach unseren Kindern und Enkelkindern aufgebürdet werden. Dabei geht es noch nicht einmal um die Verschmutzung von Umwelt und Klima, sondern auch darum, dass die Vorräte an fossilen Energieträgern begrenzt sind. Da sie aber auch in der Zukunft gebraucht werden, sollen höhere Öko-Steuern Impulse für ein ressourceneffizienteres Europa geben um die Vorräte für möglichst viele Generationen zu erhalten.

News „Umweltsteuern in der EU: Deutschland nur unteres Mittelfeld“, 12.01.2011, Rat für Nachhaltige Entwicklung
Link: http://www.nachhaltigkeitsrat.de/index.php?id=6000

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