Biosprit E10: Unvernünftig, klimaschädlich und „Posse der Politik“

Veröffentlicht am 20. Dez 2010 | Kategorie: Auto & Verkehr | Ansichten: 2.509

Anfang 2011 wird es überall an den Tankstellen den neuen Biosprit E10 geben, obwohl ihn laut FAZ mit Berufung auf eine Aussage des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) rund 3,1 Millionen Pkw und etwa eine Million motorisierte Zweiräder gar nicht vertragen. Der politisch korrekte Kraftstoff soll aber Autofahrern in Deutschland und Europa suggreieren, dass sie ruhig weiter Gas geben können, schließlich würde mit dem verdoppelten Ethanol-Anteil (vorher 5%, ab 2010 dann 10% Ethanol) etwas für das Weltklima getan.

Wie viele Umweltschützer auch sieht eine Studie des Londoner Institut für europäische Umweltpolitik (IEEP) im Biosprit E10 aber keinen Nutzen für Umwelt und Klima, sondern eher eine ernste Bedrohung: Bis zum Jahr 2020 müssten für die Erzeugung von Bioethanol rund um den Globus bis zu 69.000 Quadratkilometer Ackerland für den Anbau der von Mais, Zuckerrüben oder Ölpalmen kultiviert werden. Diese Fläche wäre doppelt so groß wie Belgien und es wird befürchtet, dass für einen Großteil regenwälder gerodet werden. Allein dadurch, so die IEEP-Studie, würden 56 Millionen Tonnen Kohlendioxid zusätzlich erzeugt, was deutlich mehr wäre, als das Tanken von Biosprit einsparen würde.

Artikel „Biobenzin E10: Widersinnig, teuer und unvernünftig!“, 20.12.2010, FAZ.net
Link: http://www.faz.net/s/Rub1DABC609A05048D997A5F315BF55A001/Doc~E2467F63BB37E469A8…

Tags zum Beitrag:
, , , ,
Ähnliche Beiträge zum Thema:

1 Kommentar
Schreib uns deine Meinung »

  1. Nahrungsmittel vernichten um mit dem Auto zum Klo zu fahren , empfinde ich als absolutes no go.
    Joschi (Profankathole -Exmessdiener , Linker etc……smile )