Mehr Förderung für die energetische Gebäudesanierung gefordert

Veröffentlicht am 13. Nov 2010 | Kategorie: Wohnungen & Häuser | Ansichten: 1.766

Das größte Potential zum Einsparen von Energie liegt nicht im Verkehr, sondern bei den Wohn- und Gewerbeimmobilien, weshalb der Gebäudebestand in Deutschland bis zum Jahr 2050 nach Plänen der Bundesregierung fast komplett CO2-neutral sein soll. Diese Forderung aus dem Energiekonzept wäre nach Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur (dena) auch möglich, allerdings setzt sie eine Verdopplung der jährlichen Sanierungsquote aktuell einem auf zwei Prozent voraus. Nötig wären dafür laut der dena Förderungen in Höhe von fünf Milliarden Euro, allerdings will die Bundesregierung die Mittel für 2011 wohl sogar von bisher 2,2 Milliarden Euro auf nur noch 936 Millionen Euro kürzen. Klima-, Energie- und Immobilienexperten sind sich vor diesen Plänen sicher, dass die erhoffte Sanierungswelle ausbleiben wird.

Darüber hinaus würden auch der unübersichtliche Förderdschungel, die Änderungen des Mietrechts sowie das komplexe Thema an sich viele Immobilieneigentümer von der energetischen Sanierung ihrer Gebäude abhalten. Thomas Kwapich, Abteilungsleiter „Energieeffiziente Gebäude“ bei der von der Bundesregierung gegründeten dena, fasst es so zusammen, dass die Immobilienbesitzer quasi erst selbst zu Sanierungsexperten werden müssten und das eben viele abschrecke. Eine zentrale Anlaufstelle und Beratung hält er für das wichtigste.

News „Experten beklagen Hindernisse für energetische Gebäudesanierung“, 08.11.2010, Rat für Nachhaltige Entwicklung
Link: http://www.nachhaltigkeitsrat.de/index.php?id=5868

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