Heizen mit Strom schadet dem Klima und dem Portemonaie

Veröffentlicht am 16. Nov 2010 | Kategorie: Wohnungen & Häuser | Ansichten: 2.027

Neue, energieeffiziente Häuser werden mit Hilfe der Geothermie und Sonnenenergie oder mit Pellet-Heizungen zum behaglich warmen Heim. Auch moderne Gasheizungen helfen Klima und Geldbeutel zu entlasten, doch noch immer sind in Deutschland rund 1,6 Millionen Nachtspeicherheizungen in Betrieb. Diese sorgen zwar ebenso für warme Wohnungen – allerdings mit wesentlich höheren Heizkosten und CO2-Emissionen im Vergleich zu allen anderen Energieträgern.

Wie die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne „Klima sucht Schutz“ ermittelt hat, liegen die Heizkosten in einem 150m²-Einfamilienhaus mit Nachtstrom bei 2.700 Euro im Jahr, mit Erdgas oder Heizöl hingegen nur bei 1.800 Euro. Vor diesem Hintergrund wurde der interaktive HeizCheck auf der Webseite erweitert und Mieter und Hauseigentümer können nun neben vielen anderen Heizsystemen auch Nachtstrom wählen und prüfen, ob der Heizenergieverbrauch ihres Gebäudes zu hoch ist. Einsparpotenziale und Alternativen sind auf einen Blick erkennbar. Im Themenspezial „Heizen mit Strom“ wird darüber hinaus verständlich erklärt, warum die CO2-Emissionen von Strom im Vergleich zu Erdgas drei Mal und zu Holzpellets sogar um den Faktor 15 höher sind.

Heizen mit Strom Special

Beratung und Aufklärung für Mieter und Hauseigentümer

„Mancher Vermieter weiß womöglich gar nicht, wie teuer und klimaschädlich das Heizen mit Strom ist“, erklärt Dr. Johannes Hengstenberg, Geschäftsführer der gemeinnützigen co2online GmbH, der Trägerin der Klimaschutzkampagne. Sowohl Hauseigentümer wie Mieter finden im Rahmen des Themenspezials auf der Homepage kostenlose Aufklärung und Beratung. Zusätzlich erhalten Verbraucher umfangreiche Hintergrundinformationen zur Diskussion um Nachtspeicherheizungen. So hält der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) Nachtspeicherheizungen für „ineffizient gegenüber anderen
Heizungsformen“ und sieht für diese „keine Perspektive“. Einige seiner Mitglieder werben hingegen mit Formulierungen wie „günstige Wärme“ oder „preiswerte Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen“ für das Heizen mit Nachtstrom.

Auch das Bundeskartellamt beschäftigte sich wegen mangelndem Wettbewerb bereits mit dem Heizstrommarkt. Es schloss im September 2010 ein Missbrauchsverfahren ab und verfügte gegen Heizstromversorger marktöffnende Maßnahmen. Zudem müssen 13 Energieversorger insgesamt 530.000 Kunden 27 Millionen Euro zurück zahlen, weil sie zuvor zu hohe Preise verlangt hatten.

Themenspezial „Nachtstrom: Teuer und klimaschädlich“, Klima sucht Schutz Kampagne
Link: http://www.klima-sucht-schutz.de/energiesparen/energiespar-spezial/nachtstrom.html

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