Wirtschaftlichkeit von BHKW’s

Veröffentlicht am 26. Okt 2010 | Kategorie: Wohnungen & Häuser | Ansichten: 2.041

Die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit von Blockheizkraftwerken beginnt mit den Investitionskosten. Hierzu zählen die Kosten für den Kauf eines BHKWs, aber auch Kosten für die Integration der Anlage in das bestehende Haussystem. Möglicherweise ist ein weiterer Heizraum erforderlich oder Lagerraum für den Brennstoff, so dass auch diese Kosten bei der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit von Blockheizkraftwerken Berücksichtigung finden müssen.

Sofern es sich um eine größere Anlage handelt, können auch Kapitalkosten in Form von Zinsen entstehen.

Betriebs- und Wartungskosten

Neben den Anschaffungskosten sind die laufenden Betriebskosten von großer Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit von Blockheizkraftwerken. Ein BHKW kann nur dann wirtschaftlich betrieben werden, wenn die gesamten Kosten zur Erzeugung von Wärme und Strom geringer sind, als bei konventioneller Wärmeerzeugung sowie Strombezug über das öffentliche Netz. Zu den Betriebskosten eines BHKWs zählen neben den Brennstoffkosten – die sich ggf. in den Brennstoffbezug und Nebenkosten wie etwa Zählermieten aufgliedern können – auch beispielsweise für den Betrieb der Pumpe notwendiger elektrischer Strom. Keinesfalls vernachlässigen darf man bei Betrachtung der Wirtschaftlichkeit von Blockheizkraftwerken die Wartungskosten, denn die Anlage kann nur dann optimal funktionieren, wenn sie regelmäßig geprüft wird. Daneben werden in unregelmäßigen Abständen auch Reparaturen sowie Instandhaltungs- oder Instandsetzungskosten anfallen. Kalkulatorisch geht man i. d. R. von etwa einem Prozent der Investitionssumme aus, um diese Kosten abzuschätzen.

Einspeisevergütung

Die anfallenden Kosten für die Erzeugung von Wärme und Strom mittels eines BHKWs werden durch die Einspeisevergütung stark reduziert. Diese erhält der Betreiber eines Blockheizkraftwerks von seinem örtlichen Energieversorger für den eingespeisten Strom. Die Einspeisevergütung von elektrischer Energie erfolgt nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz oder dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, welches den Netzbetreiber dazu verpflichtet, den eingespeisten Strom abzunehmen. Die Einspeisevergütung besteht aus einem Basispreis sowie einem Netzentgelt und dem KWK-Zuschlag – der Betrag ist ein entscheidender Faktor für die Kalkulation der Wirtschaftlichkeit von Blockheizkraftwerken.

Fazit

Mittels der Summe aller Kosten und der Summe der Erlöse lässt sich errechnen, wie teuer die Produktion von Wärme bzw. Strom ist. Die Wirtschaftlichkeit von Blockheizkraftwerken kann durch Vergleich dieser Zahlen mit den derzeitigen Kosten für Wärme bzw. Strom durch konventionelle Erzeugung gut beurteilt werden. Je nach Größe der Anlage rentieren sich die hohen Investitionskosten so schon nach etwa 12 Jahren, bei einer voraussichtlichen Laufzeit von 25 – 30 Jahren.

Autor: C. Münch

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