UNEP-Chef Achim Steiner: Grüne Technologie garantiert Lebensqualität für mehr Menschen

Veröffentlicht am 19. Okt 2010 | Kategorie: Allgemein | Ansichten: 4.487

Zwei Dinge sind Fakt: Die Schwellen- und Entwicklungsländer werden nicht aufhören zu versuchen ihren Wohlstand zu steigern und den Lebensstandard dem der reichen Industrienationen wie Deutschland oder den USA anzupassen. Allerdings reichen weder die natürlichen Ressourcen aus um jedem Menschen auf der Erde einen so verschwenderischen Standard zu erlauben, noch würden Umwelt und Klima das vielfache des heutigen Mülls und der heutigen Emissionen verkraften. Hierzu braucht man sich nur einmal die Unterschiede beim Pro-Kopf CO2-Ausstoß zwischen China, Deutschland und den USA oder den Living Planet Report 2010 ansehen. So verbraucht ein Mensch in Bangladesch umgerechnet rund 0,62 Hektar Fläche für seinen Lebensstandard, ein Deutscher rund fünf Hektar und ein US-Amerikaner ganze 10 Hektar.

Wenn Wirtschaftswachstum und Wohlstand aber vom Ressourcen- und Energieverbrauch abgekoppelt werden können, dann wäre ein hoher Lebensstandard für viel mehr Erdenbewohner denkbar. „Ohne die Green Economy“, sagte deshalb auch Achim Steiner, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), „wird sich eine nachhaltige Entwicklung nicht einstellen“. Mit ihr hingegen seien „Quantensprünge“ möglich. Er verwies auf die Erfolge das ostafrikanischen Landes Kenia, dessen Regierung entschlossen sei, den Energieverbrauch des Land aus heimischen Quellen allem voran der Geothermie zu decken. Auch weitere Entwicklung- und Schwellenländer hätten das Potential der grünen Technologien schon bewiesen.

News „UNEP-Chef Steiner: „Green Economy“ unabdingbar für nachhaltige Entwicklung“, 04.10.2010, Rat für Nachhaltige Entwicklung
Link: http://www.nachhaltigkeitsrat.de/index.php?id=5769

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  1. Das ostafrikanische Land Kenia ist gerade dabei sein erstes Atomkraftwerk unweit der Hauptstadt Nairobi zu errichten. Ist das eine grüne Technologie?