Erneuerbare Energien: Ende der Boomjahre und Gefährdung von Arbeitsplätzen durch die Regierung?

Veröffentlicht am 20. Okt 2010 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 1.858

Seit dem im Jahr 2000 von der rot-grünen Bundesregierung beschlossenen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) galt Deutschland als Musterbeispiel bei der Entwicklung von Solarenergie und Windkraft. In den letzten zehn Jahren folgte ein beispielloses Wachstum und der deutsche Weltmarktanteil an den Technologien für erneuerbaren Energien liegt laut Umweltministerium aktuell bei rund dreißig Prozent. Neben den relativ jungen Unternehmen aus der Solar- und Windindustrie profitierten davon auch unzählige Firmen aus der traditionelle Industrie. Bei Zulieferern und Ausrüstern aus der Elektroindustrie oder dem Maschinen- und Anlagenbau sorgte der Boom der Erneuerbaren Energien ebenfalls für volle Auftragsbücher und damit auch Arbeitsplätze.

Das am 28.9.2010 beschlossene „nationale Energiekonzept“ der Bundesregierung aus CDU, CSU und FDP proklamiert die Umstellung des Energiesystems auf grüne Energieerzeugung bis zum Jahr 2050. Gleichzeitig wurde aber vor allem die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke beschlossen, welche die derzeitige Versorgungsstruktur mit zentralen Großkraftwerken zementiert und damit die Vormachtstellung der großen Energiekonzerne weiter stärkt. Zwar soll ein Teil der Zusatzgewinne, die die AKW-Betreiber durch die verlängerten Laufzeiten erzielen werden, in einen Öko- und Klimafonds eingezahlt werden. Wie diese Mittel für den ökologischen Umbau der Energieversorgung konkret eingesetzt werden sollen, bleibt jedoch im Vagen.

Artikel basiert auf der Pressemitteilung „Erneuerbare Energien in Deutschland: Das Ende der Boomjahre?“ der AGRION Deutschland GmbH vom 20. Oktober 2010

Weitere Informationen auf der Internetseite www.agrion.org/de

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