Die Klimasünder USA und China wollen bei sauberen Energien zusammen arbeiten

Veröffentlicht am 27. Sep 2010 | Kategorie: Allgemein | Ansichten: 1.894

China und die USA gehören nicht nur zu den fünf größten Volkswirtschaften der Erde, sie tragen auch die wenig begehrenswerten Titel des größten und zweitgrößten Klimasünders der Welt. Die Ursachen sind allerdings sehr verschieden: Während China vor allem aufgrund der riesigen Bevölkerung von mehr als einer Milliarde Menschen und der Produktion für die reichen Industrienationen inzwischen am meisten CO2-Emissionen in die Atmosphäre bläst, liegt es bei den „nur“ knapp über 300 Millionen US-Amerikanern vor allem an ihrem verschwenderischen Way of Life. Große Häuser in denen stetig Klimaanlegen, Fernseher & Co. laufen sowie riesige Autos, die häufig auch für die kürzesten Strecken genutzt werden, haben ihren Preis in einem horrenden Energieverbrauch pro Person.

Um die eigene Bevölkerung nicht gegen sich aufzubringen hatten China und die USA den Weltklimagipfel in Kopenhagen scheitern lassen. Nun wollen sie laut einem Bericht auf Zeit Online aber sogar zusammen einen ersten kleinen Schritt in Richtung Klimaschutz unternehmen. So haben die beiden Staaten ein Zentrum für die Erforschung sauberer Energie gegründet und wollen zusammen 150 Millionen Dollar investieren. Die USA könnten dabei vor allem von der Schnelligkeit Chinas profitieren, denn die Realisierung neuer Projekte in kürzester Zeit ist eine chinesische Spezialität. Als Beispiel werden CO2-arme Kohlekraftwerke angeführt. In Peking wurde in nur neun Monaten eine Pilotanlage gebaut und bis 2015 ein Kraftwerk entstehen, das CO2 aus dem Abgas abscheidet und unterirdisch speichert (CCS-Technologie). Da ähnliche Vorhaben in den USA oder in Deutschland nur schleichend vorankommen, könnte es eine Weltpremiere werden.

Artikel „Saubermänner – Stefanie Schramm über eine außergewöhnliche Allianz“, 16.9.201, Zeit Online
Link: http://www.zeit.de/2010/38/Klimaschutz

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