Greenpeace protestiert vor Zentralen der Ölkonzerne gegen Offshore-Ölförderung

Veröffentlicht am 01. Jul 2010 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 3.255

Seit mehr als zwei Monaten strömen aus dem Leck am Bohrloch der gesunkenen Deepwater Horizon unvorstellbare Mengen Öl in den Golf von Mexiko. Trotz der wohl schlimmsten Ölkatastrophe in der Geschichte der Menschheit hat diese aber anscheinend nichts gelernt. Nicht nur, dass das höchste Gericht der USA den von Barack Obama verhängten Bohrstopp im Golf von Mexiko wieder aufgehoben hat, gab Grönland sogar grünes Licht für Ölbohrungen im empfindlichen Ökosystem der Arktis. Gegen die Pläne der Ölkonzerne, weitere Ölvorkommen in der Tiefsee auszubeuten, protestieren am heutigen Tag Greenpeace-Aktivisten vor den Zentralen von BP-Deutschland in Bochum sowie von Esso und Shell in Hamburg.

Greenpeace Demo gegen Ölförderung in der Tiefsee
Foto: © Ulrich Baatz / Greenpeace

Denn keine Ölgesellschaft ist vor einer ähnlichen Katastrophe gefeit, das hohe Risiko ist der Preis für die Bohrungen tief unter der Meeresoberfläche. Aus diesem grund haben die Aktivisten zwischen zwei Bohrturm-Attrappen von vier Metern Höhe ein Banner mit der Warnung“Deepwater Horizon immer wieder bei BP möglich“ und „Deepwater Horizon auch bei Esso und Shell möglich – Raus aus der Tiefsee!“ gespannt. Obwohl immer noch nicht klar ist, wie und wann das Leck geschlossen werden kann und wie die jahrzehntelangen Auswirkungen auf Natur und Tierwelt aussehen, sind die Ölkonzerne weiterhin nicht bereit Konsequenzen aus der Katastrophe zu ziehen. Die gesamte Branche scheint wie zuvor nichts als den eigenen Profit im Auge zu haben. Sei es um den Preis eines ganzen Ökosystems oder gar der Zukunft unserer Erde und der nachfolgenden Generationen.

News „BP, Shell, Esso und Co: Raus aus der Tiefsee!“, 01.07.2010, Greenpeace
Link: http://www.greenpeace.de/themen/oel/presseerklaerungen/artikel/bp_shell_esso_und_co_raus_aus_der_tiefsee/

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