co2online Klima-Barometer: Medieninteresse am Klimaschutz sinkt, Verbraucherinteresse bleibt konstant

Veröffentlicht am 08. Jul 2010 | Kategorie: Allgemein | Ansichten: 1.875

Umfrage: Jeder Zehnte wählt Modernisierung statt Klimagerät als Hitzeschutz / Index: Öffentliches Klimaschutzinteresse rückläufig, Ölkatastrophe wird nicht mit Energiekonsum in Verbindung gebracht

Die Temperaturen steigen, der Sommerurlaub rückt immer näher. Viele Verbraucher haben jedoch zur heißen Jahreszeit nicht nur die nächste Eisdiele im Blick. Die aktuellen Umfrage-Ergebnisse des Klima-Barometers, das von der gemeinnützigen co2online GmbH quartalsweise veröffentlicht wird, zeigen: Die Themen Klimaschutz und Energiesparen sind auch während der heizungsfreien Monate präsent. Insgesamt 71 Prozent der Umfrage-Teilnehmer versuchen beispielsweise, in ihrem Sommerurlaub klimagerecht zu verreisen, sei es durch die Wahl regionaler Reiseziele oder zumindest durch die finanzielle Kompensation der CO2-Emissionen des Urlaubsfluges. Auch das Thema Raumkühlung bei großer Hitze will die große Mehrheit der Befragten auf energiesparende Weise lösen. Der Gebrauch von Klimageräten wird von 80 Prozent abgelehnt, jeder Zehnte entscheidet sich als Alternative für eine Modernisierung, die zur Raumkühlung beiträgt. Für den Alltag zu Hause steht im Sommer die Wahl klimafreundlicher Lebensmittel bei den Befragten an erster Stelle. So geben 38 Prozent an, sie kaufen im Sommer regionales Obst und Gemüse bzw. allgemein viel frische und wenig tiefgekühlte Produkte. Weniger Kontinuität ist in der öffentlichen Wahrnehmung festzustellen, wie der Klima-Barometer-Index verdeutlicht. Bereits im ersten Quartal 2010 sank der Index zur Messung des öffentlichen Interesses am Thema Klimaschutz von 110 auf 68 Punkte. Dieser Trend setzt sich nun fort. Der Indexwert fällt im zweiten Quartal von 68 auf 56 Punkte. Besonders stark sank das Medieninteresse, einer der vier Indikatoren, aus denen der Index gebildet wird: Der Medien-Indikator fiel von 58 auf 31 Punkte, woran auch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko nichts änderte. Dr. Malte Friedrich, Projektleiter des Klima-Barometers vom Institut für soziologische Meinungsforschung (IsoMe), führt diesen erneuten Rückgang auf die Folgen der Wirtschaftskrise zurück, die weiterhin die öffentliche Diskussion dominieren. „Das Thema Klimaschutz wird in diesem Zusammenhang zur Zeit weniger als eine umweltpolitische Aufgabe, sondern mehr als finanzpolitisches Problem aufgegriffen“, stellt Friedrich fest. Eine Verbindung zwischen Ölkatastrophe und steigendem Energiekonsum würde nicht hergestellt werden.

Das Klima-Barometer mit allen weiteren Ergebnissen sowie aktuelle Grafiken
stehen im Internet unter
www.klima-sucht-schutz.de/mitmachen/klima-barometer.html zum Download
bereit.

Das co2online Klima-Barometer
Das Klima-Barometer ermittelt quartalsweise die Einstellung der Bevölkerung gegenüber aktuellen Fragen und Ereignissen zu Klimaschutz und Energiesparen sowie das öffentliche Interesse an diesen Themen. Die Besucher der Kampagnenwebsites der gemeinnützigen co2online GmbH können monatlich an aktuellen Umfragen teilnehmen. Neben den Ergebnissen dieser Monatstrends enthält das Klima-Barometer einen quartalsweise fortgeschriebenen Index. Er basiert auf einer Auswertung von vier relevanten Indikatoren:

  1. Experteneinschätzung zum Interesse in der Bevölkerung am Klimaschutz und zur Höhe der Nachfrage nach ihrer Expertise zum Thema
  2. Anzahl der Medien-Beiträge im betreffenden Quartal zu den Themen Klimawandel, Klimaschutz und Energiesparen
  3. Interesse der Internet-öffentlichkeit, gemessen an der Häufigkeit der Suchbegriffe Klimawandel, Klimaschutz und Energiesparen bei Google
  4. Nutzungsfrequenz aus-gewählter Ratgeber der Klimaschutzkampagne zu Energiesparmaßnahmen und Energieeffizienz

Die einzelnen Indikatoren werden in einen Indexwert umgerechnet, der sich um den Durchschnittswert von 100 Punkten bewegt.

Herausgeber des Klima-Barometers ist die co2online gemeinnützige Beratungsgesellschaft mbH. co2online setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven Energiespar-Ratgebern, einem Energiesparkonto, Heizspiegeln, einem Klima-Quiz sowie Portalpartnern aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft, Politik und Verwaltung motiviert sie den Einzelnen, mit aktivem Klimaschutz auch Geld zu sparen. co2online ist Träger der Kampagne „Klima sucht Schutz“ (www.klima-sucht-schutz.de), der „Heizspiegelkampagne“ (www.heizspiegel.de), der „Pumpenkampagne“ (www.sparpumpe.de) und des „Energiesparclubs“ (www.energiesparclub.de). Alle Kampagnen werden durch das Bundesumweltministerium gefördert.

Kontakt
Sophie Fabricius
co2online gemeinnützige GmbH
Hochkirchstraße 9 | 10829 Berlin
Tel: 030 / 210 21 86 – 16 | Fax: 030 / 210 21 86 – 60
E-Mail: sophie.fabricius(at)co2online.de
www.twitter.com/co2online | www.facebook.com/Klima.sucht.Schutz

Quelle: Pressemitteilung der co2online gemeinnützige GmbH vom 5. Juli 2010

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