Tickende Zeitbomben: Grönland gab grünes Licht für Ölbohrungen in der Arktis

Veröffentlicht am 22. Jun 2010 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 2.285

Der Mensch scheint nicht lernfähig. Dieses Fazit könnte man aus der Entscheidung von Grönland ziehen, Ölexplorationsbohrungen in bis zu 2.000 Meter Tiefe vor der Arktis zu genehmigen. Während BP immer noch keine Lösung hat um das Leck der Deepwater Horizon in 1.500 Metern Tiefe im Golf von Mexiko zu verschließen, werden zwei Plattformen geplant, die im sensiblen Ökosystem der Arktis bis zu 2.000 Meter tief in die Erde bohren. Laut einem Bericht auf Focus Online wäre ein Unfall nicht nur aufgrund der noch größeren Tiefe, sondern auch aufgrund den kalten Gewässern der Arktis noch katastrophaler. Grönlands Premierminister Kuupik Kleist machte in diesem Zusammenhang in einem Gespräch mit der US-Zeitschrift „National Geographic“ klar deutlich, dass ihm Wirtschaft vor Umwelt ginge und sein Land an den Ölbohrungen festhalten werde.

Da Politiker und Wirtschaft ihr Handeln zum Großteil nicht nachhaltig ausrichten, können nur die Verbraucher einen Kurswechsel herbeiführen, indem man deutlich weniger Auto fährt und damit Kraftstoff konsumiert, viel weniger Kunststoff- und Platikprodukte kauft und weniger fliegt.

Artikel „Erdöl: Und jetzt die Arktis“ von Michael Odenwald, 22.06.2010, Focus.de
Link: http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/katastrophen/tid-18741/erdoel-umwelt-versus-wirtschaft…

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  1. […] der USA den von Barack Obama verhängten Bohrstopp im Golf von Mexiko wieder aufgehoben hat, gab Grönland sogar grünes Licht für Ölbohrungen im empfindlichen Ökosystem der Arktis. Gegen die Pläne der Ölkonzerne, weitere Ölvorkommen in der Tiefsee auszubeuten, protestieren am […]