Nationale Plattform Elektromobilität: Geht es um die Umwelt oder um Geld?

Veröffentlicht am 03. Mai 2010 | Kategorie: Auto & Verkehr | Ansichten: 2.686

Die Veranstaltung „Nationale Plattform Elektromobilität“, zu der Spitzenpolitiker und die Chefs der hiesigen Automobilindustrie nach Berlin kamen, ging heute zu Ende. Das erklärte Ziel der Bundesregierung: Deutschland soll zum Leitmarkt für Elektromobilität werden. Während sich die Teilnehmer in einem grünen Licht sonnen und stets von Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz sprechen, schreibt der stern.de Redakteuer Gernot Kramper über die andere und oft verschwiegene Seite. Denn ob das Elektroauto dem Klima nützt, ist keineswegs so sicher, wie die Regierung behauptet. Kommt der Strom aus dem Kohlekraftwerk oder gar dem Atomkraftwerk, dürfte die Bilanz für die Umwelt nicht besser ausfallen als beim Diesel oder Benziner. Nur, dass die Emissionen dann anderswo entstehen (Kohlekraftwerk) oder stattdessen radioaktiver Abfall für hunderttausende von Jahren anfällt.

Hinzu kommt, wie die Umstrukturierung der deutschen Autobranche vonstatten gehen soll? Soll am Ende der deutsche Steuerzahler dafür bezahlen, dass Batterien aus Fernost in hochmotorisierte Luxusautos gebaut werden, die dann von Ölscheichs gefahren werden? Als Beweis, wie mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit von den deutschen Hersteller Etikettenschwindel betrieben wird, führt der Autor die bisherigen deutschen Hybrid-Modelle an. Bei Fahrzeugen wie dem Touareg Hybrid oder der S-Klasse mit Hybridantrieb gilt: „Soviel PS wie möglich und soviel Hybrid wie nötig“. Umweltfreundliche Autos sind beide auf gar keinen Fall.

Artikel „Gipfel zu Elektro-Autos: Denn sie wissen nicht, was sie fördern“, 03.05.2010, stern.de
Link: http://www.stern.de/auto/service/gipfel-zu-elektro-autos-denn-sie-wissen-nicht-was-sie-foerdern…

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