Wiedervernässung von Mooren soll massive Treibhausgas-Emissionen begrenzen

Veröffentlicht am 19. Apr 2010 | Kategorie: Natur & Umwelt | Ansichten: 2.462

Die Moore auf unserem Planeten sind riesige CO2-Speicher, die doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder der Erde zusammen speichern, obwohl sie weit weniger Fläche einnehmen. Auf einer Fachtagung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) diskutierten im Herbst letzten Jahres Forscher aus Weißrussland, der Ukraine und der Russischen Föderation mit Wissenschaftlern aus Deutschland, wie die Moore in Zukunft zum Klimaschutz beitragen können. Ein Problem ist, dass Moore vor allem in Osteuropa zu landwirtschaftlichen Zwecken trocken gelegt werden. Daduch kann das gespeicherte CO2 entweichen. „Derzeit sind etwa 15 Prozent der weltweiten Moorgebiete zu Kohlendioxid-Quellen geworden“, legte der Moorforscher Hans Joosten von der Universität Greifswald dar. „Gemeinsam geben sie jährlich etwa zwei Gigatonnen CO2 ab.“ Die vom Menschen verursachten CO2-Emissionen durch Verbrennung fossiler Energieträger beträgt im Vergleich auch „nur“ 30 Gigatonnen. Zu Untersuchungszwecken sollten in Weißrussland 10.000 Hektar degradierte Moore wiedervernässt werden.

Artikel „Klimaschutz: Wasser für Russlands Moore“, 19.11.2009, Zeit Online
Link: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2009-11/moore-deutschland

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