Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch stieg in 2009 über 10 Prozent

Veröffentlicht am 30. Mrz 2010 | Kategorie: Sonnenenergie, Windkraft | Ansichten: 5.395

Laut Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wurden im Jahr 2009 trotz Wirtschaftskrise erstmals mehr als 10 Prozent des gesamten Verbrauchs an Wärme, Strom und Kraftstoffen in Deutschland durch Erneuerbare Energien bereitgestellt. Dies ist das zentrale Ergebnis der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien Statistik (AGEE-Stat), das Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen am 24. März 2010 in Berlin vorgestellt hat. Die Branche der Erneuerbaren Energien wurde damit von der Wirtschaftskrise deutlich weniger getroffen als andere und konnte sogar ihren Anteil an der deutschen Energieversorgung erhöhen. Gleichzeitig verzeichnete sie durch steigende Investitionen einen weiteren Beschäftigungszuwachs: Mittlerweile sichert die Branche mehr als 300.000 Jobs in Deutschland. „Die Erneuerbaren Energien haben sich als Fels in der Brandung der Wirtschaftskrise behauptet“, sagte Röttgen.

Während in 2009 die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern wie Kohle rückläufig war, wuchs der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auf 16,1 Prozent. Auch wurden im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Biogas-, Photovoltaik- und Windenergieanlagen gebaut. In den Bau der Anlagen flossen auch mehr Gelder als im Vorjahr – Der Gesamtwert der Investitionen in Erneuerbare Energien wuchs auf einen neuen Rekordwert von 17,7 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten legte um rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und so haben inzwischen 300.000 Menschen in der Erneuerbaren Energien Branche einen vergleichsweise krisenfesten Job gefunden.

„Der Weg zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung ist aber noch lang. Daher zeigt das Energiekonzept, das die Bundesregierung im Herbst vorlegen wird, auch eine Perspektive bis zum Jahr 2050 auf“, sagt Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen. Gerade die deutschen Unternehmen sieht er dabei gut gerüstet: „Die Internationale Energieagentur schätzt, dass in den nächsten 20 Jahren weltweit fast 5.000 Milliarden Dollar in Erneuerbare Energien investiert werden. Die Bilanz des Jahres 2009 zeigt, dass deutsche Unternehmen dank günstiger nationaler Rahmenbedingungen sehr gut aufgestellt sind, um eine führende Stellung auf den Weltmärkten zu behaupten“, so Röttgen.

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