Zeit Redakteurin testet im Selbstversuch ein klimafreundlicheres Leben

Veröffentlicht am 30. Jan 2010 | Kategorie: Allgemein | Ansichten: 2.000

Nach dem Scheitern der Klimakonferenz von Kopenhagen wuchs bei vielen die Erkenntnis, dass man sich nicht auf die Besinnung der Politiker unserer Welt verlassen kann. Denn ähnlich wie die von ihnen gegeißelten Manager und Investmentbanker handeln die meisten Politiker leider ebenfalls vor allem im Hinblick auf ein kurzfristiges Ziel: In Ihrem Fall, die Wiederwahl! Aus diesem Grund kommen weltweit immer mehr Menschen zur Besinnung, dass es nun an der Zeit ist, sich nicht auf das Handeln anderer zu verlassen sondern vor allem bei sich selbst anzufangen.

Von einem weiteren Selbstversuch zur Reduzierung des eigenen CO2-Fußabdrucks berichtet Zeit redakteurin Kerstin Bund (Tagesspiegel-Redakteur Stefan Jacobs testete Ende 2009 bereits ein Leben mit geringem CO2-Fußabdruck). Nachdem sie errechnet hat, dass sie im Jahr für mehr CO2-Emissionen verantwortlich ist als 100 Menschen in Tansania, ist der erste Versuch das Freikaufen über CO2-Zertifikate, über die in Entwicklungsländern Klima- und Umweltprojekte gefördert werden. Schnell ist aber erkannt, dass es erst gilt, Emissionen zu vermeiden und zu verringern und erst im zweiten Schritt das Kompensieren Sinn macht.

Fortan gilt es, die Treppe statt dem Aufzug zu nehmen sowie den Brennstoffzellenbus in Hamburg und die Bahn bei weiten Strecken zu nutzen. Dummerweise stammt der Großteil der von der Bahn benötigten Energie trotzdem aus dreckiger Kohle, bei einer Fahrt nach München fallen im Vergleich zum Auto aber immerhin nur ein Viertel der Emissionen an. Ein Vergleich zur enormen Einsparung gegenüber einem Flug braucht gar nicht erst erwähnt zu werden.

Selbstversuch „Mir war kalt in Kopenhagen“, 29.1.2010, Zeit Online
Link: http://www.zeit.de/2010/05/Umweltexperiment?page=1

Tags zum Beitrag:
, , , , , ,
Ähnliche Beiträge zum Thema:

Comments are closed.