Ökostrombranche würde auf Geld aus der AKW-Verlängerung verzichten

Veröffentlicht am 26. Jan 2010 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 1.736

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hatte den „Ausstieg aus dem Ausstieg“ ja bereits angekündigt und so sollen E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW trotz ungeklärter Endlagerungsprobleme ihre Atomkraftwerke länger laufen lassen dürfen. Ein Teil der dadurch entstehenden Extra-Gewinne in Milliardenhöhe sollen nach dem Willen der Koalition dazu genutzt werden um den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu fördern. Dabei wollen die zu Fürdernden das Geld aus den Atomstromgewinnen überhaupt nicht: „Wir brauchen das Geld nicht“, sagte Dietmar Schütz, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), in diesem Zusammenhang dem Tagesspiegel. Außerdem halte er die Verteilung der zusätzlichen Gewinne aus der Atomwirtschaft an einzelne Unternehmen, die sich mit der Gewinnung von Strom aus Wind- oder Sonnenkraft beschäftigen, für rechtlich bedenklich und auch in der Praxis nicht umsetzbar. Dabei geht es nicht gerade um Peanuts. Experten schätzen, dass die Energiekonzerne, im für sie günstigsten Fall, einer theoretisch möglichen Laufzeitverlängerung von 25 Jahren, rund 233 Milliarden Euro zusätzlichen Gewinn erwarten könnten.

Artikel „Ökostrombranche will kein Atom-Geld“, 26.01.2010, Tagesspiegel
Link: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Erneuerbare-Energien;art271,3012264

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1 Kommentar
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  1. Na immerhin „soll“ das Geld für den Ausbau genutzt werden. Die Atomkraftwerke „sollten“ aber auch abgeschalten werden. Die Zeit wird es zeigen. Gruß Joey