Indiens Solarmission: 20.000 Megawatt Solarenergie bis 2022

Veröffentlicht am 11. Jan 2010 | Kategorie: Sonnenenergie | Ansichten: 1.770

Auch wenn die Aussage aufgrund der Größe des Landes nicht pauschal auf alle Regionen anzuwenden ist, verfügt Indien im Durchschnitt doch über ein erhebliches Potential für die Erzeugung von Solarenergie. In vielen Gebieten gibt es bis zu 300 Sonnenscheintage im Jahr und trotzdem spielen Solaranlagen bei der Stromerzeugung bisher kaum eine Rolle (Die an das Stromnetz angeschlossenen Anlagen haben eine Kapazität von nur drei Megawatt). Stattdessen setzte Indien bisher auf klimaschädliche Verbrennung von Kohle und Gas, doch das soll sich mit der „Solarmission“ der Regierung nun ändern.

Bis zum Jahr 2022 soll die Leistung der Solaranlagen mit staatlicher Förderung und der finanziellen Hilfe der Industriestaaten von nahezu Null auf 20.000 Megawatt ausgebaut und damit der CO2-Ausstoß bis 2020 im Vergleich zu 2005 um 25 Prozent gesenkt werden. Hintergrund ist einerseits die Tatsache, dass Indien eines der Länder ist, die vom Klimawandel und immer extremeren Wetterereignissen mit am stärksten betroffen sind, andererseits der Druck der Weltgemeinschaft. denn auch wenn der durchschnittliche Inder bisher gerade mal ein Zwanzigstel soviel CO2-Emissionen verursacht wie ein US-Amerikaner, summiert es sich bei rund 1,2 Milliarden Einwohnern (2009) doch gewaltig.

Artikel „Klimawandel: Indiens Solarmission“, 09.12.2009, Handelsblatt
Link: http://www.handelsblatt.com/politik/international/klimawandel-indiens-solarmission;2495872

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