Auswirkungen von Methan auf das Klima stärker als gedacht?

Veröffentlicht am 02. Nov 2009 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 4.870

Es ist kurz vor 12, was den Klimawandel angeht und alle Augen sind in Richtung des Weltklimagipfels in Kopenhagen im Dezember gerichtet. Dabei scheint die einzige Frage zu sein, wie weit man den CO2-Ausstoß in den Industriestaaten senken und das Wachstum der CO2-Emissionen in den Schwellen- und Entwicklungsländern begrenzen kann. Vernachlässigt wird oft, dass CO2 nicht das einzigste und schon gar nicht das gefährlichste Treibhausgas ist. Rechnerisch ging man z.B. bisher davon aus, dass allein ein Kilogramm Methan in 100 Jahren in der Atmosphäre wie 21 bis 25 Kilogramm ausgestoßenes CO2 wirkt. Nasa-Forscher Drew Shindell und weitere Experten vom Goddard Institute for Space Studies verkündeten aber jüngst im Fachmagazin „Science“, dass die Werte für verschiedene Treibhausgase – vor allem für Methan – wohl nach oben korrigiert werden müssten.

Methan, das vor allem in der Landwirtschaft entsteht, aber auch aus defekten Gaspipelines, aus Müllkippen und Kohlebergwerken in die Atmosphäre gelangt, soll gleich an drei Stellen dazu beitragen, die Erderwärmung zu beschleunigen: Durch das eigene Treibhauspotential, durch Mithilfe bei der Bildung von Ozon in niedrigen Atmosphärenschichten und durch die Senkung der Bildung von kühlenden Schwefel-Aerosolen.

Artikel „Weltklima: Methan wirkt gefährlicher als angenommen“, 01.11.2009, Spiegel Online
Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,658141,00.html

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