Neue Studie sieht selbstgesteckte deutsche Klimaziele scheitern

Veröffentlicht am 23. Aug 2009 | Kategorie: Allgemein | Ansichten: 2.473

Laut einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen Studie wird die Bundesregierung die selbstgesteckten Ziele zur Verminderung der CO2-Emissionen bis 2020 voraussichtlich nicht erreichen. Für das Scheitern machen Greenpeace und das Aachener Ingenieur- und Beratungsunternehmens EUtech vor allem die nicht durchgesetzten oder von „Lobbyverbänden stark verwässerten“ Umweltmaßnahmen verantwortlich. Insbesonder genannt wurde die nicht wirklich ökologisch orientierte Reform der Kfz-Steuer, keine weitreichende Sanierungspflicht bei Altbauten sowie das nicht verabschiedete Verbot von Nachtspeicherheizungen. Ein weiterer wichtiger Punkt sei der nicht schnell genug voranschreitende Ausbau von Offshore-Windparks.

Der Gesamtausstoß an CO2 der Energiewirtschaft sei sogar zuletzt überraschend auf über 385 Millionen Tonnen angestiegen, daher fordern die Experten einen zügigen und radikalen Umbau der Energieerzeugung. Beim jetzigen Fortschritt rechnen sie mit einer Emissionsminderung von weniger als 30 Prozent, obwohl die Bundesregierung 40 Prozent versprochen hatte. Die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und CO2-Ausstoß kann indessen nur durch eine sehr viel stärkere Nutzung erneuerbarer Energien sowie dem Stopp von Verschwendung bzw. der viel effizienteren Nutzung von Energie funktionieren.

Artikel „CO2-Emissionen: Deutschland scheitert an selbstgesteckten Klimazielen“, 22.08.2009, Spiegel
Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,644391,00.html

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