Vattenfall-Chef fordert Kohlekraftwerke statt Solarstrom aus der Sahara

Veröffentlicht am 22. Jun 2009 | Kategorie: Sonnenenergie | Ansichten: 2.310

Wenn man aktuell nach möglichen Energiequellen der Zukunft sucht, kommt man am Solar-Projekt Desertec nicht vorbei. Der Plan für die gigantischen Solarkraftwerke in der Sahara stammen von einem Konsortium rund um die Münchener Rück, Siemens, Deutsche Bank, E.ON und RWE sowie weiteren Firmen und Personen. Während Politik und Verbände dem Projekt zur Produktion von sauberem Strom aus Sonnenenergie durchweg mehr positive als negative Entwicklungen und Auswirkungen bescheinigen, bläst Vattenfall-Chef Lars Josefsson nun zum Gegenangriff.

Er und sein Unternehmen halten Desertec für unrealistisch und Vattenfall würde daher stattdessen weiter am Ausbau von Kohlekraftwerken festhalten. Für neue, sauberere aber auch in der Praxis noch nicht erprobte Kohlekraftwerke mit CCS-Technologie müsste dann laut Josefsson einfach nur der Strompreis erhöht werden. Trotz den berechtigten Kritikpunkten an Transportkosten und dem Risiko terroristischer Anschläge, stellt sich die Frage, ob man für die Deckung von ca. 15% des europäischen Strombedarfs ohne Umweltbelastung dieses Risiko nicht in Kauf nehmen sollte. Oder ob die Interessen nicht eher darin liegen, die Marktmacht von Vattenfall um jeden Preis zu erhalten.

Artikel „Vattenfall-Chef wettert gegen Stromgewinnung aus Sahara“, 22.06.2009, Spiegel Online
Link: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,631699,00.html

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