Gefahren des Klimawandels weitaus schlimmer als die der Wirtschaftskrise

Veröffentlicht am 12. Jun 2009 | Kategorie: Allgemein | Ansichten: 2.793

Die Weltwirtschaftskrise beherrscht seit Monaten alle Medien, dabei schlittern Menschen und Erde in schnellem Tempo auf eine weitaus schlimmere Krise zu: Die Klimakrise. Laut einem aktuellen Bericht des Spiegels haben Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in Modellen errechnet, dass bis zum Jahr 2050 noch ziemlich genau 666 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre gelangen dürfen. Damit dürfte jeder Mensch ca. zwei Tonnen CO2 pro Jahr verursachen, im Durchschnitt verursacht aber schon heute jeder Mensch 4,6 Tonnen, ein Deutscher sogar satte zehn Tonnen und der Durchschnittsamerikaner unglaubliche 20 Tonnen.

Schafft es die Weltbevölkerung aber nicht, unter der Grenze von 666 Milliarden Tonnen CO2 zu bleiben, droht nach Expertenmeinung ein durchschnittlicher Temperaturanstieg von mehr als zwei Grad, der katastrophale Folgen mit sich bringen würde. Dabei sind die Folgen von Erderwärmung und Klimawandel mittlerweile fast allen Menschen und wohl zumindest Politikern und Entscheidungsträgern bekannt. Trotzdem wird – gerade in der aktuellen Situation der Wirtschaftskrise – alles daran gelegt, Wirtschaftswachstum zu erzeugen und so weiterzumachen wie bisher.

Der traurige Vergleich von Klimakrise und Wirtschaftskrise wird auf den Seiten von Spiegel so beschrieben: „Statt einzelner Autofirmen würden Millionenstädte versenkt, statt Wertpapierdepots Korallenriffe zersetzt, und die Menschen müssten nicht in sichere Anlagen fliehen, sondern in Gebiete mit Trinkwasser. Diese Krise wäre so systemisch, wie es nur geht. Sind Regenwälder ausgetrocknet und Korallen durch Kohlensäure aufgelöst, verschwinden ihre globalen Dienstleistungen, die bislang jedem Menschen zugutekommen. Sind Atmosphäre und Ozeane deutlich erwärmt, wird Klimastress zum globalen Dauerzustand.“

In den drei Teilen des Berichts heißt es deshalb nicht umsonst, dass die Klima-Kreditblase platzt, es fünf Planeten benötigen würde, wenn alle Menschen so leben würden wie die Deutschen und die Währung der Zukunft CO2-Verzicht und Know-how sein sollte.

Bericht „CO2-Verschmutzung – Die Klima-Kreditblase platzt“, 08.06.2009, Spiegel Online
Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,628407,00.html

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