Forscher erklären öffentliche Verkehrsmittel als weniger klimafreundlich als gedacht

Veröffentlicht am 09. Jun 2009 | Kategorie: Auto & Verkehr | Ansichten: 3.233

Bus und Bahn gelten im Gegensatz zu Flugzeug und Auto eigentlich als klimafreundlicheres Verkehrsmittel, das weniger fossile Ressourcen verbraucht und die Umwelt mit weniger CO2 belastet. Laut Wissenschaftlern der University of California in Berkeley wird in den Berechnungen allerdings immer vergessen, dass der Bahnverkehr eine sehr aufwändige Infrastruktur wie Schienen und Bahnhöfe benötigt und auch die Auslastung von Bussen und Bahnen die CO2-Bilanz stark beeinflußt. In der US-amerikanischen Metropole Bostons soll die Klimabilanz des Schienenverkehrs sogar schlechter sein als die eines großen Flugzeugs.

Aber auch wenn sich die Klimafreundlichkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln sich laut den Ergebnissen der Forscher verschlechtert, ist sie dennoch besser als die von Luftverkehr und Strassenverkehr. Die schlechteste Klimabilanz weisen immer noch Autos auf, insbesondere Fahrzeuge mit hoher Leistung oder schwere Geländewagen und SUV’s. Besonders die geringe Effizienz beim Betrieb sowie die Tatsache, dass die meisten Autofahrer großteils alleine oder nur zu zweit unterwegs sind machen die hohen Emissionen aus.

Als Fazit ziehen die Forscher, dass es dringend notwendig ist, effizientere Autos (kleiner, leichter, sparsamer) zu produzieren, die idealerweise mit regenerativen Energien angetrieben werden können. Der Ausbau von Bus und Bahnnetzen macht insbesondere in und zwischen Ballungsgebieten Sinn, während sich Strecken, die nicht mit dicht besiedelten Zentren verbunden sind sogar nachteilig auswirken können.

Artikel „Bahnfahren ist nicht so klimafreundlich wie gedacht“, 08.06.2009, Spiegel Online
Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,629267,00.html

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