China fordert Änderungen beim Weltklima-Abkommen

Veröffentlicht am 14. Jun 2009 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 2.076

China ist inzwischen die Nation mit dem weltweit höchsten CO2-Ausstoß und aus diesem Grund fragte sich bereits im März diesen Jahres der Wissenschaftler und gebürtige Chinese Dabo Guan, ob das Wirtschaftwachstum in China der Welt den Klimakollaps bringen wird. Allerdings wurde bereits im damaligen Beitrag darauf hingewiesen, dass einer der Hauptgründe für die steigenden CO2-Emissionen das immense Wachstum der Exportgüter-Industrie von jährlich 26 Prozent ist. Damit tragen die Güter, die dann vorwiegend nach Europa und Amerika ausgeliefert werden, einen großen Teil zur Klimaverschmutzung bei.

Nun stellt die chinesische Regierung nach SPIEGEL-Informationen für das weltweite Klima-Abkommen neue Bedingungen, die diesen Faktor berücksichtigen. Da China inzwischen Produktionsort für die reicheren Länder sei, hält die Regierung es für nicht korrekt, dass diese CO2-Emissionen allein China zugerechnet werden. Die chinesische Regierung fordert daher einen Ausgleich und möchte einen Teil der Emissionen den Ländern zuordnen, die für die Produktion verantwortlich sind. Allein in die Bundesrepublik wurden in 2008 Waren im Wert von 59 Milliarden Euro aus China eingeführt, wobei demgegenüber nur ein Export von 34 Milliarden Euro steht.

Artikel „China fordert neue Bedingungen für Klima-Abkommen“, 13.06.2009, Spiegel Online
Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,630271,00.html

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