Siemens stellt sparsamere Hybrid-Straßenbahn vor

Veröffentlicht am 25. Mai 2009 | Kategorie: Auto & Verkehr | Ansichten: 2.809

Der große Hybrid-Hype, der zur Zeit die weltweite Autowelt bewegt, springt nun auch auf andere Verkehrsmittel über. In der Nähe von Lissabon testet die Mobility Division von Siemens zur Zeit eine Hybrid-Straßenbahn, die auch ohne Kontakt zur Oberleitung fahren kann. Ermöglicht wird das durch ein hybrides Energiespeichersystem aus Doppelschicht-Kondensatoren (DSK) und Nickel-Metallhydrid-Akkus. Wie bei Autos mit Hybrid-Antrieb, kann ein Teil der Bremsenergie zurückgewonnen und als elektrische Energie gespeichert werden. Dank dieser Technik verbrauchen die Hybrid-Straßenbahnen unter optimalen Bedingungen bis zu 30 Prozent weniger Energie als herkömmliche Modelle.

Der Einbau dieses Energiespeichermixes wäre ohne Probleme auch bei bestehenden Altfahrzeugen möglich, da die Komponenten einfach auf dem Dach der Bahn installiert werden können. Allerdings lohnt sich das Nachrüsten bestehender Züge bisher nicht, da die Einsparungen weitaus geringer sind als die Kosten des Umbaus. Vor dem Hintergrund weiter steigender Energiepreise sowie einem wachsenden Umweltbewußtsein könnte die Technik aber eine interessante Alternative für die Zukunft sein. Auch, da man bei der Erschließung neuer Strecken zum Teil auf Oberleitungen verzichten könnte, was insbesondere in historischen Innenstädten zu Kosteneinsparungen und dem Bestehen des alten Stadtbilds beitragen würde.

Artikel „Siemens Hybrid-Tram – Eine Straßenbahn, die ohne Oberleitung fahren kann“, 24.05.2009, FAZ.net
Link: http://www.faz.net/s/Rub58F0CED852D8491CB25EDD10B71DB86F/Doc~EFE94FD82C…

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